Pellet- oder Müslifütterung?
Eine Frage der Einstellung?
Das Pferd ist als Steppentier in seiner Verdauung auf den zeitraubenden Verzehr von Gräsern und Kräutern ausgelegt. Seit das Pferd dem Menschen als Transport- und Arbeitstier dient, musste eine neue Ernährungsform gefunden werden, die dem Pferd Energie liefert. Die Antwort fand sich im Getreide. Zum Klassiker in der Getreidefütterung avancierte der Hafer, der aufgrund seiner Stärkestruktur noch am leichtesten verdaulich ist.
Sportpferde leistungsstark füttern
Sportlernahrung - Leistung durch Fütterung
Das moderne Sportpferd zeichnet sich heute durch Rittigkeit, Elastizität und eine entsprechende Veranlagung für Dressur oder Springen aus. Im Vergleich zu früher, als in der Zucht viel mehr Härte gefragt waren, sind die Ansprüche an die Fütterung deutlich gestiegen.
Heu- Die Basis guter Pferdefütterung
Ohne Rohfaser keine Pferdefütterung
Bezugnehmend auf die Weender Analyse, gelten als Rohfaser Stoffe, die in bestimmten Laugen und Säuren unlöslich sind. In der Pferdefütterung sind hier vor allem Cellulose, Hemicellulose, Pektin und Lignin relevant. Das Pferd ist in der Lage diese Stoffe im Dickdarm mit Hilfe von Mikroorganismen aufzuschließen und daraus Energie zu gewinnen.
Was versteckt sich hinter Roh...?
Die Weender Analyse
Irgendwie veraltet, aber trotzdem noch nicht überholt, ist die Weender Futtermittelanalyse, die Ende des 19. Jahrhunderts von den Herren Henneberg und Strohmann entwickelt wurde. Sie stellt eine Möglichkeit dar, die einzelnen Futtermittel zu unterscheiden. Die Analyse finden wir, weil der Gesetzgeber es fordert, auf jeder Pferdefutterpackung.
Die Verdauung des Pferdes
Pferdefütterung beginnt ganz vorne
Erst die Kenntnisse über die Verdauung des Pferdes machen dem Pferdehalter klar, wie wichtig die Fütterung für die Pferdegesundheit ist. Neben der enzymatischen Verdauung, wie wir sie beim Menschen und beim Hund kennen, verfügt das Pferd über die Möglichkeit, für zum Beispiel uns Menschen unverdauliche Faserstoffe in seinem Dickdarm mit Hilfe unzähliger Mikroorganismen in Energie umzuwandeln. Dieser Verdauungsform ist unbedingt Rechnung zu tragen.
Winterfütterung
Eiszeit
Bei vielen Pferden ändert sich die Fütterung, wenn der Winter eintritt. Aufgrund der Vegetationspause entfällt die Versorgung mit zucker- eiweiß- aber auch vitaminreichem Gras durch den Weidegang. Dafür wird mehr Heu gefüttert. Es wirft sich die Frage auf, was sich durch die Winterfütterung wirklich ändert bzw. welche Parameter dann zu beachten sind.
Bindegewebe - das Gedächtnis des Körpers
Wie Stress langfristig Knochen und Knorpel angreift
Das Auf und Ab im Leben eines jeden Individuums hinterlässt tiefe Spuren. Die beim Tier, aber auch beim Menschen durch schlimme Erfahrungen oder Schocks entstehenden seelischen Schäden stehen im Verdacht körperliche Schäden nach sich zu ziehen. In der Humanmedizin spricht man von posttraumatischen Belastungenserkrankungen als Teil der psychosomatischen Medizin. Aus naturwissenschaftlicher Sicht handelt es sich individuenübergreifend um sowohl physiologische als auch chemische Vorgänge, die bei Stress oder Angst in Gang gesetzt werden und zu einer regelrechten Zerstörungswut innerhalb des Körpers führen. Dies lässt uns die Erkenntnis von Manualtherapeuten verstehen, die vom Bindegewebe als „Gedächtnis des Körpers“ sprechen.
Zuchtstuten bedarfsgerecht füttern
Fressen für zwei
Fast kein Züchter ist sich wirklich bewusst, was eine Stute mit der Austragung eines Fohlens in Bezug auf den Nährstofftransfer leistet. Lange, leider viel zu lange, wurde bei der Ernährung der Zuchtstute in der Fachwelt nur über den Anstieg an Energie sowie über eine Erhöhung des Eiweiß-, Calcium- und Phophorbedarfs gesprochen. Diese Haltung ist antiquiert und entspricht dem Wissensstand der frühen 70iger Jahre.
Mykotoxine - die Gifte der Schimmelpilze
Der Feind in meinem Stall
Mit Schimmelpilzen kontaminiertes Futter führt bei Pferden zu schweren Leber- und Nierenerkrankungen, kann Koliken auslösen und die Fruchtbarkeit schädigen. Die Stoffwechselprodukte der Schimmelpilze heißen Mykotoxine, sind hochgiftig und stellen ein weltweites Ernährungsproblem dar. Wir Pferdebesitzer sind davon öfter betroffen als wir ahnen.
Laktation
Ausreichend und gute Milch fürs Fohlen
Wenn ein Fohlen die Welt erblickt, öffnet sich für jeden Stutenbesitzer eine ganz neue Welt. So viel Liebreiz, so viel süße geballte Energie. Sobald das Fohlen auf eigenen Beinchen stehen kann, will es bei seiner Mutter saugen. Es sucht nach der gehaltvollen, nährstoffreichen Muttermilch, die für die ersten Wochen die einzige Nährstoffzufuhr für das Fohlen ist. Ein Mangel an ausreichend Muttermilch kommt einer Katastrophe gleich.
