Jod - Spurenelement aus dem Meer
Jodbedarf kann durch Algen gedeckt werden
Jod wird immer mit der Schilddrüse und damit dem Grundumsatz in Verbindung gebracht. Tatsächlich wird Jod in der Schilddrüse gespeichert. Dort liegt es unter anderem als Hormon Trijodthyronin und Thyroxin vor. Störungen bei der Bildung dieser Hormone können durch Glucosinolate aus Raps, Ackersenf oder Weißklee ausgelöst werden.
Ein Mangel an Jod bzw. den oben genannten Hormonen kann zur Ausbildung eines Kropfes führen.
Der Grundumsatz sinkt, es folgen Haarausfall, Appetitlosigkeit und Lethargie bis hin zum Tod. Neugeborene sind unter Jodmangel sind lebensschwach.
Der Bedarf an Jod liegt bei 0,2 Milligramm pro Kilogramm Futtertrockenmasse, also bei etwa 2 Milligramm pro Tag bei einem 600 Kilogramm schweren Pferd. Dieser Bedarf wird im nördlichen Raum leichter gedeckt als in südlichen Gefilden. Letztere sind nicht selten auf eine Jod-Substitution durch Algen, Fisch- bzw. Muschelprodukte oder Mineralfutter angewiesen. Der Jodgehalt von Algen schwankt zwischen 50 bis 5000 Milligramm pro Kilogramm. Ein Überangebot von über 20 Milligramm Jod pro Tag führt angeblich laut Meyer bei tragenden Stuten zu Fehlentwicklungen des Fohlens.