Biotin - bekannt als Hufvitamin
Lässt das Horn schneller wachsen
Biotin wurde bekannt für seine Wirkung, Hufe beschleunigt wachsen zu lassen. Sein Einfluss auf den Stoffwechsel ist aber viel umfassender.
Vitamin B 12 - kann nicht ohne Kobalt
Stärke, Kraft und Gesundheit
Vitamin B12 ist auch unter dem Namen Cobalamin bekannt, da es zu seinem Aufbau das Spurenelement Kobalt benötigt. Ohne eine geregelte Kobaltzufuhr ist eine körpereigene Bildung des Vitamins B12 für das Pferd nicht möglich. In der Natur kommt Kobalt in einer Reihe von Erzen vor. In reiner Form nur in Meteoriten, die die Erde getroffen haben.
Jod - Spurenelement aus dem Meer
Jodbedarf kann durch Algen gedeckt werden
Jod wird immer mit der Schilddrüse und damit dem Grundumsatz in Verbindung gebracht. Tatsächlich wird Jod in der Schilddrüse gespeichert. Dort liegt es unter anderem als Hormon Trijodthyronin und Thyroxin vor. Störungen bei der Bildung dieser Hormone können durch Glucosinolate aus Raps, Ackersenf oder Weißklee ausgelöst werden.
Ein Mangel an Jod bzw. den oben genannten Hormonen kann zur Ausbildung eines Kropfes führen.
Chrom - für Nervenstärke und Energie
Der Gesetzgeber erlaubt die Zufuhr ins Futtermittel nicht
Während bereits viele Menschen chromhaltige Nahrungsergänzungen zur Stärkung der Vitalität zu sich nehmen, ist der Zusatz dieses essentiellen Spurenelementes in der Tierernährung noch nicht zugelassen. Dabei wird kaum ein Spurenelement so unterschätzt wie Chrom. Die wissenschaftliche Forschung konnte bereits in Studien deutliche Leistungsstärkungen am Pferd durch Chromgaben bereits ab 5 Milligramm pro Tag feststellen.
Bor - Spurenelement aus den Trauben
Kraft aus Trauben für Knochen und Haut
Bor gehört zu den für die Ernährung relativ unbekannten Spurenelementen. Lediglich Weinkenner wissen, das in besonders guten Weinen auch ein hoher Borgehalt zu finden ist. Von diesem fast schon zu den Ultraspurenelementen, wie z.B. Vanadium, Germanium oder Wismut, gehörenden Spurenelement sind offiziell weder Bedarfswerte noch Zufuhrempfehlungen bekannt. Auch Mangelerscheinungen sind nicht wirklich erforscht. Aus diesem Grund gelten Bor und die anderen Ultraspurenelemente nicht als essentiell, d.h. lebensnotwendig.
Selen - Schutz für die Zellen
Ein antioxidativer Nährstoff
Selen gehört mit Sicherheit zu bekanntesten Spurenelementen. In Verbindung mit Vitamin E ist es eine beliebte Futterergänzung, die von Tierärzten bereits in den 80iger Jahren häufig zur Behandlung von Muskelproblemen empfohlen worden ist.
Phosphor - nicht loszulösen von Calcium
Energie fürs Leben
In früheren Zeiten fütterten die Müller gerne einseitig die in der Getreideverarbeitung anfallende Kleie an ihre Arbeitspferde. Die erlitten dann durch die entstandenen Phosphorüberhänge schwere Knochenschäden. Seitdem hat man begriffen, wie wichtig das richtige Calcium-Phosphor-Verhältnis in der Fütterung ist. Es sollte nicht unter 1: 1 und nicht über 3 :1 liegen. Heute wird der calciumhaltigen Heufütterung gerade im Freizeitbereich und der Offenstallhaltung mehr Vorzug gegeben und die Getreidemenge eingeschränkt, so dass es nicht mehr so schwierig ist, ein gutes Calcium-Phosphor-Verhältnisse zu erreichen.
Calcium - macht die Knochen hart
Die Calciumversorgung beim Pferd ist heute im allgemeinen gesichert
Calcium ist mit Sicherheit der bekannteste Mineralstoff. Als Strukturelement von Knochen und Zähnen ist es für die Stabilisation des Körpers von großer Bedeutung. 99 Prozent des Calciums werden vor allem in den Knochen in Form von Calciumphosphat gespeichert. Daher kann man Calcium nicht losgelöst von Phosphor betrachten.
Protein in der Pferdeernährung
Die Zusammensetzung entscheidet
Eiweiß fällt in der Weender Analyse unter den Begriff Rohprotein. Was Eiweiß als Nährstoffgruppe auszeichnet ist der Gehalt an Stickstoff, der sonst weder in Fett, Fasern Kohlenhydraten oder Alkohol auftaucht.
Kohlenhydrate - Schmackhafte schnelle Energie
Warum Pferde auch Kohlenhydrate benötigen
Für die Pferdefütterung ist die Unterscheidung von strukturierten und nicht-strukturierten Kohlenhydraten von Bedeutung. Im Gegensatz zu den strukturierten Kohlenhydraten, die aufgrund der Analytik zur Rohfaser zählen und das Gerüst aller pflanzlichen Zellwände bilden (Hemicellulose, Pektine, Cellulose, Pentosane und ß-Glucane), zählen die nicht-strukturierten Kohlenhydrate durch ihre Löslichkeit in Säuren und Laugen zu den stickstofffreien Extraktstoffe (NfE). Zu ihnen zählen sämtliche Zuckerverbindungen wie Rohr- und Rübenzucker, die Stärke und auch Fruktane. Sie gelten als Energiespeicher.