Kotwasser und Durchfall erfordern eine saubere Futtergrundlage

In sehr schweren Fällen von Kotwasser oder Durchfall können ursächlich mehrere Faktoren zusammenwirken.

Dabei haben oft mindere bis schlechte Grundfutterqualitäten, wie verschimmeltes Heu oder Stroh, die Leber bereits Monate oder Jahre zuvor geschwächt und damit die Entgiftung und die Bildung von Galle behindert. Der so übersäuerte Darm reagiert dann auf zusätzliche Allergene oder Grasrationen, - eventuell auch Stress - komplett über, und der Durchfall möchte nicht mehr enden.

Fütterungsvorschlag:

Auch wenn man mit dem Einsatz von speziellen Kräutern sehr viel erreichen kann, sollte das Grundfutter kontrolliert werden. Gutes Stroh ist goldgelb und riecht angenehm, verschimmeltes Stroh riecht muffig und ist grau! Im Heu ist der Schimmelpilzbefall leicht zu erkennen. Gefährlich ist auch "verbranntes" Heu, dass zu früh eingebracht und dadurch nachgegoren hat oder Silage. Es führt bei vielen Pferden zu Durchfall. Gerade in Pensionsställen muss von den Pferdebesitzern die Qualität des Grundfutters oft kritiklos hingenommen und die Rechnung gezahlt werden.

Da die Kontamination des Futters zu einer Schwächung der Leber führt, macht es Sinn, Bitterstoffe (Nr. 5 Frühlingserwachen) zu füttern. Dem Durchfall selbst kann man mit speziellen Gerbstoffen (Nr. 12 Otto) begegnen. Selbstverständlich sollte auf eine ausreichende Spurenelementversorgung (Nr. 4 Goldwert) geachtet werden.


Siehe dazu auch ausführlichen redaktionellen Beitrag: Der flotte Otto

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