Pigmentstörungen durch Spurenelementemängel

Wenn Pferde die Fellfarbe verändern, wird das allzu oft alleine auf die Sonneneinstrahlung, den Fellwechsel oder das Alter geschoben. Das ist aber nicht immer so richtig.

Durch eine bedarfsgerechte Fütterung behalten Pferde ihre genetisch festgelegte Farbe. So kann es aber auch sein, dass unter entsprechender Versorgung mit Spurenelementen vermeintlich gelbliche Haflinger plötzlich ein wunderschönes Fuchsbraun entwickeln oder ausgebleichte Braune wieder ein harmonisches Schwarzbraun entfalten. Selbst bei Falben kann es zu Farbänderungen kommen.

Der Hintergrund ist, dass Zink, Kupfer, Eisen und Mangan über den enzymatischen Weg an der Pigmentbildung der Haut und des Haares beteiligt sind. Besonders bekannt ist das kupferabhängige Enzym Tyrosinase. Es bestimmt den Pigmentierungsgrad der Haut und der Haare durch die Melaninsynthese. Die Haarpigmente selbst sind sehr manganreich. Aufgrund dieser Tatsache wird bei Verfärbungen rund um die Augen von der Sogenannte "Kupferbrille" gesprochen. Dieser Begriff ist irreführend, da sich im Allgemeinen vor allem ein Manganmangel hinter der Entfärbung versteckt.

Sinnvoll bei Entfärbungen ist zunächst die Fütterung von Nr. 4 Goldwert

Neben der Farbänderung erfahren die Pferde oft einen wunderschönen Glanz auf dem Fell - ganz ohne Glanzspray.

Starken Entpigmentierungen kann man dann zusätzlich mit Mn Mangan entgegenwirken, die Fütterung kann dann im Verhältis 1:1 erfolgen.

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