Shivering Ernährung Mangan

Vorschläge

Shivering - ein immer häufiger auftretendes Symptom

Krankheit oder doch Nährstoffmangel?

Gerade im Fall sogenannter "unheilbarer Krankheiten" sollte man sich aufmerksamer der Fütterungshistorie, dem Einsatz und der Nutzung des Pferdes sowie scheinbar nicht im Zusammenhang damit stehender Vorerkrankungen des Pferdes widmen.

Das Shivering Syndrom wurde erst richtig bekannt durch den Dopingskandal am Pferd einer erfolgreichen Dressurreiterin. Dem Pferd wurde missbräuchlich die Substanz Fluphenazin (ein Neuroleptikum, das im menschlichen Bereich bei schizophrenen Psychosen und psychomotorischen Erregungszuständen angewendet wird) verabreicht, da das Pferd am Shivering Syndrom gelitten hat.

 

Beim Shivering Syndrom bestehen neben Muskelzittern, ruckartigen Bewegungen auch starke Verspannungszustände. Es wird viel gerätselt um die Gründe der Entstehung dieser Krankheit wie neurologische, muskuläre Ursachen, Genetik oder Traumata. Die Schulmedizin tappt hier im Dunkeln. Da die Schulmedizin im allgemeinen nutritive Belange außer acht lässt, eine stringente Berechnung der Futterration auf Nährstoffe entfällt und den Nährstoffen gerade im Blutbild schwerkranker Pferde wenig Beachtung geschenkt wird, wird das Shivering Syndrom zur unheilbaren Krankheit erklärt.

 

Blutuntersuchungen könnten Aufschluss geben

Ausgehend von den betroffenen Pferdetypen kann man davon ausgehen, dass sehr oft Sportpferde und Pferde mit einem von Natur aus hohen Muskeltonus betroffen sind. Ebenso sind in vielen Fälle extrem großgewachsene (1,75m und mehr) oder sich noch im Wachstum befindliche Pferde betroffen. Während Magnesiumgaben einen nur begrenzten Erfolg gezeigt haben, konnten mit dem Spurenelement Mangan erstaunliche Ergebnisse erzielt werden. Im allgemeinen liegen die Manganwert bei Shivering Syndrom Patienten im Serum unter einem Wert von 1,2 µg/l. Die Bedeutung von Mangan im Muskelstoffwechsel ist überragend und der Bedarf bei Sportpferden und Pferden aus der modernen Leistungszucht unabschätzbar hoch.

 

So liegt durchaus nahe, dass u.a. ein ausgeprägter Manganmangel (Verschlimmerung durch Stress, Muskelbeanspruchung, Größe des Pferdes, hoher Blutanteil) vorliegen könnte, der unter anderem eine ordentliche Verstoffwechselung von Vitamin B1 verhindert.

 

Wie sollte man vorgehen, wenn beim Pferd Shivering diagnostiziert worden ist?

Liegt der Verdacht nahe, dass das Pferd unter Shivering leidet, sollte nach einer drei bis fünftägigen Pause der Mineralstoffgabe ein Blutbild erstellt werden und dabei besonderes Augenmerk auf Magnesium, Zink, Kupfer, Selen und vor allem Mangan gerichtet werden. Ein Manganwert unter 1,5 µg/l ist bereits ein deutlicher Hinweis auf einen Manganmangel, der unteren anderem zu Symptomen wie Muskelsteifigkeit, Kissings Spines und allgemeine Bindegewebesstörungen führen kann.

 

Mangan ist vor allem im Knochen lokalisiert und ein sehr niedriger Manganwert im Serum deutet bereits auf sehr leere Speicher hin. Dadurch ist es sehr schwer und vor allem langwierig, den Manganwert in ein normales Maß zurückzuführen. Die Langfristigkeit der Behandlung führt schnell zur Kapitulation von Tierärzten und Pferdehaltern. Eine auf eine längere Zeit (mind. 1 Jahr) ausgedehnte spezielle Mineralisierung sowie das Augenmerk auf extrem bioverfügbare Nährstoffe Mn Mangan von dr.WEYRAUCH sind die Basis für den Erfolg.

 

Shivering ist unter bestimmten Umständen heilbar

Aber vielleicht wird jetzt hierdurch verständlich, dass man das Shivering Syndrom als angeblich unheilbare Krankheit deklariert. Einerseits in Anbetracht der oft missverstandenen Manganwerte und andererseits der Tatsache, dass eine Substitution auch noch so lange dauert.

 

Leberproblematik mindern

Störungen im Leberstoffwechsel führen zu Störungen im Muskelstoffwechsel. Wenn Pferde nun tatsächlich zittern, sollte man den "Lebertremor" in Erwägung ziehen. Hier handelt es sich um ein Zittern der Vorderbeine, typisch bei blutgeprägten Pferden. In sehr vielen Fällen konnten wir einprägsam erleben, dass eine angeschlagene Lebersituationen die Problematik verschlimmert.

 

Fütterungsempfehlung:

Als Fütterungsempfehlung bei Shivering (Pferd 600 Kilo schwer) möchten wir daher Folgendes vorschlagen:

 

Nr. 19 Mordskerl 45g

Mn Mangan 30 g

Nr. 5 Frühlingserwachen 20g

 

Hier gilt zu beachten, dass andere Mineralfutter und synthetisch belastete Produkte wegzulassen sind. Ist das Shivering Syndrom ernährungsbedingt, wird bereits nach einem bis zwei Monaten eine leichte Besserung, nach spätestens drei Monaten eine deutliche Besserung eintreten.

 

Auf Dauer, und um einen nachhaltigen Erfolg zu erzielen sollte eine wirklich bedarfsgerechte und ausgewogene Fütterung angestrebt werden, bei der eine Mineralisierung mit Nr. 19 Mordskerl wesentlich dazu beiträgt.

 

Zur Stabilisierung und Regeneration der Nerven sind außerordentliche Mengen an Vitamin B nötig. Das Pferd lässt im gesunden Dickdarm Vitamin B über die Mikroorganismen produzieren. Ist der Bedarf erhöht oder die Dickdarmflora nicht auf dem besten Stand, kann es zu einem Vitamin B- Mangel kommen. Dieser wird schnell und extrem schmackhaft durch Nr. 17 Feuerstrahl ausgeglichen. Da die B-Vitamine sogar eine relativ gute Speicherkapazität haben, können sie auch kurweise gegeben werden.

 

Dr. Susanne Weyrauch - Wiegand 2010 (überarbeitet 2017) ©