Kräuter genügen zu Entgiftung nicht, sind aber ein wichtiger Bestandteil

Entgiften, entsäuern, mineralisieren

Entschlacken, aber richtig

Der Begriff Entschlackung wurde bereits um die letzte Jahrhundertwende im Humanbereich verwendet. Es ging um die forcierte Ausscheidung von unerwünschten Stoffen aus dem Körper. Sehr viele Erkrankungen beim Pferd wie Atemwegsprobleme, Kotwasser, Muskelverspannungen, Mauke, Ekzem und Allergien) sind ebenso auf zu hohe Anflutungen von Giftstoffen oder Störungen der körpereigenen Entgiftungsmechanismen zurückzuführen.

Wenn man von Entgiftung spricht, geht es um die Beseitigung körperfremder oder körpereigener Stoffe aus dem Organismus, was im allgemeinen über die Leber, die Niere, die Gallensäfte, den Darm oder die Haut erfolgt. 

Bei den Giftstoffen gilt es die Toxine (zum Beispiel das Gift der Herbstzeitlose oder Schimmelpilzgifte) von den Noxen (Chemikalien zur Konservierung, Farbstoffe, Aromastoffe) zu unterscheiden.

Bei den Toxinen handelt es sich um Stoffe, die ganz akut den Körper lebensbedrohlich schädigen können, bei Noxen handelt es sich um Stoffe, die langfristig und hochdosiert geeignet sind, die Gesundheit zu schädigen.

Gift für das Pferd

Der mit Sicherheit beste Weg, den Körper bei der Entgiftung zu unterstützen ist selbstverständlich die Zufuhr an möglichen Giftstoffen, also Toxinen und Noxen zu beschränken. Dazu zählt auch die Reduktion von im Heu grundsätzlich mehr oder weniger enthaltenen Schimmelpilzgiften, den Aflatoxinen.  Gerade Pferde zählen zu den Spezies, die extrem empfindlich gegenüber Schimmelpilzgiften im Vergleich zu anderen Nutztieren wie Kühen oder Schweinen sind. Daher sind qualitativ hochwertiges Heu und Stroh beim Pferd obligat. 

Zu den Noxen zählen auch im weitesten Sinne die durch Gärung entstandenen biogenen Amine ( Histamin, Putrescin, Cadaverin),  wie sie zum Beispiel in Silage oder Heulage enthalten sind. Auch chemische Zusatzstoffe in den Futtermitteln (Konservierungsmittel, Aromastoffe,  Pestizide, Herbizide) können die körperlichen Entgiftungswege belasten.

Dazu gehören selbstverständlich auch Medikamente, Impfungen und Wurmkuren. Schädliche Stoffwechselmetaboliten, wie zum Beispiel freie Radikale, können durch Stress entstehen. Durch Fehlgärung entstandene Darmgase wie Methan und Ammoniak, aber auch Alkohole, gehören zu den Stoffwechselgiften, die der Körper selbst produzieren kann. Alle mehr oder weniger schädlichen Stoffe, die dem Körper erst gar nicht zugeführt werden oder im Stoffwechsel entstehen, müssen auch nicht entgiftet werden.

Der körpereigene Weg der Entgiftung

Die Verweildauer von Toxinen und Noxen sowie deren Halbwertszeit hängt ab von ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften sowie der Stärke der Entgiftungsorgane.

Wasserlösliche Verbindungen werden relativ rasch über Leber, Niere und Darm aus dem Körper entlassen. Fettlösliche Verbindungen werden langsamer abgebaut und können im Körper im Fettgewebe gespeichert werden, wo sie sehr hohe Konzentrationen erreichen können.

Kommt es aufgrund einer Diät zur Gewichtsreduktion, werden diese Giftstoffe aus dem Fettgewebe entlassen und belasten den Stoffwechsel! Daher ist die Entgiftung wasserunlöslicher Stoffe ein vorrangig zu betrachtendes Thema.

Die Biotransformation

Das wichtigste Organ für die körpereigene Entgiftung ist die Leber. Dorthin gelangen über die Pfortader alle im Körper eintreffenden oder dort entstehenden Gifte und Schadstoffe.

Im Rahmen des Toxinabbaus werden mithilfe einer speziellen Enzymgruppe mit dem Namen CytochromP450 (CYP) fettlösliche Stoffe durch Oxidation in wasserlösliche Substanzen umgewandelt, um einen leichten Transportweg zu gewährleisten. Dieser Prozess heißt Phase I im Rahmen der Biotransformation. Weitere wichtige Enzyme im Rahmen dieses ersten Schritts sind die Alkoholdehydrogenase und die Aldehyddehdrogenase (Abbau von Fuselalkoholen, die durch Fehlgärung im Darm entstanden sind), sowie die Glutathionperoxidase (Abbau von Schwermetallen und Pestiziden). Oft entstehen kurzfristig in der Phase I noch giftigere Produkte, die dann sehr schnell durch die Phase II abgebaut werden müssen. Man spricht hier auch vom sogenannten "Giftungsweg".

Im nächsten Schritt werden die Giftstoffe im Rahmen einer Konjugationsreaktion mit entsprechenden Liganden wasserlöslich gemacht. Es werden quasi den giftigen Molekülen weitere Atome oder Moleküle angehängt, damit sie besser ausgeleitet werden können. 

In dieser Phase II wird die Wasserlöslichkeit der Gifte durch Enzyme wie die Glutathion-S- Transferrase, die unterschiedlichen Superoxiddismutasen sowie durch Spurenelemente und Vitamine erhöht.

Es folgt die Phase III, in der die nun wasserlöslichen Gifte mit dem Blut, der Lymphe oder der Gallenflüssigkeit zu den Ausscheidungsorganen transportiert werden.

Keine Entgiftung ohne Cofaktoren

Die im Rahmen dieser Entgiftungsreaktion tätigen Enzyme benötigen für ihr Funktionieren sogenannte Coenzyme. Diese Coenzyme sind in den meisten Fällen Spurenelemente und Vitamine. Zu Entgiftung von freien Radikalen werden sogenannte antioxidative Nährstoffe benötigt, zu denen zählen die Vitamine A, C, E, sowie Sekundäre Pflanzenstoffe mit antioxidativen Eigenschaften wie zum Beispiel Flavonoide, Polyphenole, Xantine, etc. aus Früchten, Wurzeln und Kräutern.

Eine besondere Bedeutung hat dabei das Spurenelement Zink, es ist nicht nur wesentlich bei der Wasserlöslichmachung von Giftstoffen beteiligt, sondern auch der Gegenspieler von Blei, Cadmium und Quecksilber. Auch die Bedeutung von Magnesium  in der Entgiftung ist überragend. Magnesium ist Bestandteil von über 300 verschiedenen Enzymen. Unter anderem verhindert es auch die Aluminiumeinlagerung im Gewebe.  Kupfer, Selen und Mangan sind ebenso am enzymgesteuerten Abbau freier Radikale beteiligt.

Denkfehler vorbeugen

Unter dem Begriff "Entgiftung" versteht man also nicht nur, die Ausscheidungsorgane (zum Beispiel mit Kräutern,  homöopathischen Mitteln oder Akupunktur) zu stärken und anzuregen. Wie oben beschrieben werden kontinuierlich ganz besonders hochwertige Nährstoffe während der Entgiftung regelrecht verschlissen. Während der Entgiftung steigt der Nährstoffbedarf frappierend an. Eine Entgiftung ohne die gleichzeitige Zufuhr an hochwertigen Mineralien, Vitaminen und Spurenelementen kann zum Bumerang werden. Nach einer anfänglichen Verbesserung der Gesamtsituation kommt es meist zu einem noch schwereren Rückfall. Durch die Tatsache, dass das Pferd die wasserlöslichen Vitamin selbst synthetisiert und deren Aktivierung wiederum spurenelementabhängig ist, kommt vor allem den Spurenelementen eine überragende Bedeutung im Rahmen der Entschlackung zu.

Aus diesem Grund ist ein längerfristiger Einsatz von Zeolith (Clinoptilolth) skeptisch zu betrachten. Das Tuffgestein mit der riesigen Oberfläche besteht aus Aluminium und Silizium.  Es ist in der Lage, im Darm mittels Ionenaustausch Giftstoffe zu binden.  Positiv geladene Teilchen werden gegen freie Radikale, Schwermetalle, Schadstoffe, aber leider auch Spurenelemente ausgetauscht.  Bei einer langfristigen Anwendung kann es zu einer Verarmung an Spurenelementen bzw. zu einer verminderten Aufnahme von Spurenelementen führen. Daher kommt es nach anfänglichen großen Erfolgen nicht selten zu herben Rückschlägen.

Eine gezielte homöopathische, traditionell chinesische, oder durch Bioresonanz unterstützte Entgiftung, die mit reichlich Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen, sowie hochwertigen Pflanzenstoffen unterstützt wird, wird  der Aussage von Paracelsus (1493-1541) gerecht:

"Der schnellste Weg zur Gesundheit ist die Entgiftung!"

Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand 2016 ©

 

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Foto: fotolia #125631183 | Urheber: womue


 

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