Kaltblüter und Quarter sind gefährdet
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PSSM - Polysaccharid-Speicher-Myopathie

Die Lösung des Problems ist schon lange bekannt

Die genetische Disposition zu "PSSM" hat schon eine längere Geschichte. Am anfälligsten für die Symptomatik "PSSM" beim Pferd hatten sich zunächst vereinzelt Quarterhorses und Kaltblüter bereits vor der Jahrhundertwende gezeigt, seit 2015 wird dieses Phänomen auch bei allen anderen Rassen inflationär diagnostiziert. Angeblich sind in manchen Gestüten die Hälfte der Pferde genetisch betroffen.

Die "Diagnose" PSSM liefert leider vielen Pferdebesitzern eine zu simple Begründung, warum das eine oder andere nicht funktioniert. 

Äußerliche Anzeichen wie eine verminderte Belastbarkeit der Muskulatur, Muskelschmerzen, Muskelversteifungen und/oder Krämpfe können ein Grund sein, das Pferd auf "PSSM 1", die Polysacccharid-Speicher-Myopathie oder "MIM" , die "Muskel-Integritäts-Myopathie (PSSM2)" oder die "Myofibrillären Myopathie“ zu untersuchen.

Mittlerweile werden den unterschiedlichsten Muskelproblemen bei Pferden Genmutationen unterstellt (P2, P3, P4, Px, P8, K1), die beim Pferd zu Unrittigkeit, Unwilligkeit, Müdigkeit bis zu Taktunreinheiten und Muskelabbau führen sollen.

 

Quergedacht:

Veränderungen in der Pferdezucht

Die heutige Pferdezucht hat sich auf die Anpaarung von Leistung x Leistung spezialisiert.

Die Produkte der heutigen Pferdezucht zeichnen sich durch enorme Rittigkeit und Bewegungsstärke aus.

Die Reitweise hat sich auf diese immer sensibler werdenen Pferde nicht wirklich angepasst (z.B. traditionelle Regeln wie 15 minütiges Schrittreiten am langen Zügel vor der Arbeit können oder wollen fast nicht mehr umgesetzt werden) oder zu wenig Bewegung und Training von "Freizeitpferden".

Veränderungen in der Fütterung seit ungefähr 2000

Grundsätzlich wird mehr Raufutter (Heu, Silage) und weniger Stärke durch Getreide gefüttert.

Durch auch moralisch und gesetzliche gebotenen Koppelgang erhöht sich die Aufnahme von frischem Gras (mehr Zucker).

Klimatische Veränderungen verkürzen teilweise die Vegetationsphasen, so dass die Gehalte an Zucker steigen. Die Proteingehalt im Heu sinken (diverse Faktoren).

Geringere Spurenelementgehalte im Grundfutter durch eher auf Ertrag ausgerichtete Düngung (Ca, N) und weniger Achtsamkeit auf bodenaktivierende Organismen.

 

Anpassung der Mineralisierung auf o.g. Veränderungen

Durch das Verbot von Tier- und Blutmehlen seit 1994 musste der Zusatz an Spurenelementen im Futter erhöht werden, was teilweise immer noch durch anorganische Verbindungen erfolgt (Zinksulfat, -Hydrat, -oxid, etc.).

Anorganische Calciumverbindungen sind aufgrund der verminderten Getreidefütterung als Phosphorausgleich nicht mehr zeitgemäß und blockieren die Aufnahme von Magnesium und Mangan. Mangan hingegen ist der wichtigste Faktor für antioxidative, muskel- und bindegewebsregenerierende Prozesse.

Die erhöhten Bedarfe aufgrund der genetische Weiterentwicklung der Pferde (mehr Potential bedeutet auch mehr Stoffwechselleistung!) müssten respektiert werden, was auch besonders die Zuchttiere betrifft, die einen etwaigen Nährstoffmangel an die Nachzucht weitergeben.

Die Veränderung der Pferdepopulation zu überragenden Sportpferden und einer meist auf Leistung basierenden Zucht erfordert auch eine Umstellung der Ernährung des Bindegewebes, der Knochen und der Muskeln. Solche Pferde genau so zu füttern wie die Pferde in den 80iger Jahren ist kurzsichtig!

Daher stellt sich vor der Frage, ob ein Pferd überhaupt eine "genetische Erkrankung" in sich trägt: ist das Pferd denn bedarfsgerecht gefüttert bzw. mineralisiert?

Solange hier nicht (für alle Pferde geltend) eine Umstellung erfolgt, sollte man nicht über "Krankheiten" oder "Symptome" philosophieren, denn von einem Gentest wird man nicht satt.

PSSM -Tests nicht immer valide

Während man noch vor kurzen auf eine Biopsie (Gewebeentnahme) angewiesen war, kann heute PSSM mittels einer Blutuntersuchung festgestellt werden. Die klassische Form von PSSM 1 ist tatsächlich selten.

Zu fast 60% findet man jedoch vorwiegend in Leistungspopulationen den PSSM 2- Komplex, der mit kreuzverschlagsähnlichen Symptomen, kraftloser Hinterhand oder einem Schlingern jener einhergehen soll.

Offensichtlich sind vorwiegend moderne Sportpferde betroffen. Unabhängig von der Tatsache, dass genetischer Untersuchungsmethoden immer mehr Formen von PSSM die Pferdewelt verunsichern, muss eine Lösung für diese oft sehr leistungsbetont gezüchten Pferde gefunden werden.

Leider ist eine Vielzahl der Tests nicht valide und trägt sowohl zu einer Verunsicherung von Pferdebesitzern als auch zu einer regelrechten PSSM-Schwemme bei, die dann als Ursache für alle anderen Probleme (Fütterungs- oder Reitfehler) herhalten muss.

Entwicklung von Futter unterliegt jahrelanger Beobachtung

Frau Dr. Weyrauch-Wiegand beobachtet das Symptom "PSSM" schon seit 1998. Zunächst tauchten die ersten Fälle wirklich im Bereich von Pferden im Westernsport auf. Zurückzuführen war das anfänglich auf die enorme Muskelmasse im Verhältnis zum übrigen Körper.

Seit 2005 konnte jedoch auch bei den Nachfahren spezieller Warmblut-Hengstlinien immer mehr eine enormer Hang zur Festigkeit der Muskulatur beobachet werden.

In den Hengstkörungen ab 2010 wurde es dann mehr als offensichtlich, dass es zu Veränderungen der Muskel- und Bindegewebsqualität sowie -konsistenz zusammen mit enormem Bewegungspotential kam, die langfristig für die Gesundheit der Pferde mit dem Altern nicht zielführend sein kann.

Die Epigenetik führt uns zur Nährstofftherapie

Inwieweit man von einem genetische Defekt oder einfach von einer züchterischen Weiterentwicklung spricht, hängt davon ab, ob man die epigenetischen Faktoren bedient!

Das bedeutete, die Mineralisierung an den Zuchterfolg anzupassen und nicht mit der Fütterung in der Vergangenheit verhaftet zu sein, um kein gesundheitsbedingtes Opfer dieser Entwickung zu werden.

Dass Ernährung einen Einfluss auf die Ausprägung genetischer Defekte hat, ist der Epigenetik zu verdanken. Wird die Ausprägung von Genen durch zum Beispiel ausreichende und spezifische Nährstoffe bedient, kann sich der gewünschte Phänotyp darstellen.

Auch spezifische Enzyme lassen sich laut den Forschungen der Epigenetik tatsächlich stimulieren. Umgekehrt gilt aber auch: Der Mangel an einem Cofaktor bremst die Wirkung eines Enzyms! Negative Gene kommen zur Ausprägung.

Dadurch muss die tierärztliche Diagnose PSSM (sofern überhaupt eine valide Testmethode vorhanden ist) nicht mehr als vernichtend gelten sondern als Chance gesehen werden. Der Patientenbesitzer erhält durch die Begründung " ist genetisch bedingt" ein vermeintlich unumstößliches Urteil, welches jedoch durch Ernährungsmaßnahmen rasch moduliert werden kann.

 

Wenn ein Pferd wirklich an PSSM Typ 1 erkrankt wäre

Bei der Erkrankung PSSM 1 wird angenommen, dass das Pferd nicht in der Lage ist, Stärke und Zuckerverbindungen vollständig zu verstoffwechseln. Das Glykogen verbleibt im Muskel und der Muskel hat keine Möglichkeit Energie aus der tierischen Stärke zu gewinnen. Während moderate Muskelbelastungen gut verträglich sind, können stärkere Ansprüche an die Muskulatur jene schädigen und zum Muskelabbau (Rhabdomyolyse), und damit zu einer Nierenbelastung führen. Die CK- sowie die Harnsäurewerte können erhöht sein.

Nach Valberg (1999) soll die Ursache für PSSM in einer durch einen enzymatischen Defekt  bedingt gesteigerten Glykogensynthese liegen. Allerdings war die untersuchte Anzahl an Pferden für eine wirklich wissenschaftlich gesicherte Aussage zu gering.

Grundlagen zum Stoffwechsel von Glykogen

Glucose wird im Allgemeinen als sogenannte tierische Stärke (Glykogen) in jedem Muskel als Energiespeicher eingelagert. Bei Belastung wird Glykogen durch das Hormon Glucagon in Glucose gespalten. Glucose dient dann als Treibstoff für die Freisetzung von Energie (ATP-Synthese).

 

 

Ernährungstherapie bei PSSM 1 und den anderen Formen

Als einzig mögliche "Therapie" wurde anfänglich bisher eine Ernährungsumstellung empfohlen, in der konsequent auf Stärke und Zucker verzichtet werden müsste. Das würde bedeuten, dass nur freiluftgetrocknetes Heu (mit geringem Zuckeranteil), Stroh oder Öl bzw. Ölfrüchte gefüttert werden dürften. Das wurde bei den Formen von PSSM 2 wieder aufgelockert (da mittlerweile im Heu 10% Zuckerverbindungen festgestellt werden dürften  sich auch nur mit Heu geüftterte Pferde nicht mehr bewegen können bzw. müssten extrem hohe Laktatwerte im Blut haben).

Weidegang bzw. die Fütterung von Gras müsste zwangsläufig entfallen, da durch die Aufnahme von Gras reichlich Zuckerverbindungen zugeführt werden. Eine erhöhte Proteinzufuhr wird empfohlen. Die soll dann angeblich durch Sojaprotein (oft genverändert) gedeckt werden.

Das ist so nicht wirklich richtig und trägt nur marginal zur Verbesserung der Situation bei!

Strenggenommen müsste auch die Fütterung von Grünmehlen und Heutrockenprodukten entfallen, da hier klimatisch bedingt 6 bis 10% Zucker nicht so selten sind. Diese Maßnahmen sollen betroffenen Pferden eine teilweise Erleichterung im Muskelstoffwechsel bringen.

Es kann jedoch bezweifelt werden, dass dieser einseitige Weg der einzige ist, der zum Erfolg führt und zu einem besseren Wohlbefinden für das Pferd.

Der Einsatz von dr. WEYRAUCH Nr. 19 Mordskerl zeigte in den letzten Jahren deutlich, dass es vor allem die Deckung des Bedarfs an nichtenergieliefernden Nährstoffen wie Spurenelementen, Aminosäuren und Antioxidantien ist, der bei muskelstoffwechselbetroffenen Pferden zu einer Verbesserung und einer Normalisierung der Lebenssituation verhilft. Der Erfolg gibt dr.WEYRAUCH seit über 10 Jahren täglich Recht.

Dem Narrativ PSSM gegengetestet

Untersucht wurde bisher nie wirklich, ob ein etwaiger Nährstoffmangel bzw. ein erhöhter -bedarf für diese Entgleisung des Kohlenhydratstoffwechsels verantwortlich ist. Da auch die fehlende Bildung von Glykogen (Typ 0) den Speicherkrankheiten zugerechnet wird und die Bildung von Glykogen manganabhängig ist, steht zur Diskussion, ob ein - bei Pferden nicht seltener - Manganmangel für die Nichtverstoffwechselung des Glykogens in Zucker verantwortlich ist.

Das bestätigt sich eindeutig durch die Bedeutung von Mangan für die Aktivität der Adenylyl-Cyclasen, die an der Aufspaltung von Glykogen beteiligt sind.

 

Eine Untersuchung ist noch keine endgültige Diagnose

Die sich bei der Polysaccharid-Speicher-Myopathie angezeigte Müdigkeit, Unwilligkeit und große Mühe sich zu bewegen zeigt sich auch bei Nährstoffmängeln im Bereich von Magnesium, Selen, Vitamin E und Mangan.

 

 

Ein Denkansatz wäre  die einfache und schmerzlose Überprüfung des Manganstatus beim PSSM-Pferd. Ein Manganmangel liegt vor, wenn die Werte unter 1,3 µg/l liegen.

Bei mehr als 30 angeblichen PSSM-Patienten wurde das Blut getestet. Dabei wurde darauf geachtet, mindestens 3 bis 4 Tage vor der Blutabnahme kein mineralisiertes Futter zu füttern). Sämtliche Probanden hatten Manganwerte zwischen 0,8 bis 1,0 µg/l , was eindeutig zu wenig ist und die Symptome von PSSM hervorrufen kann! Ebenso zeigten untersuchte Pferde mit der Diagnose PSSM deutliche Magnesiummängel.

Manganstatus beim PSSM Pferd testen

Durch die Fütterung von Mn Mangan über 10 Tage in doppelter Dosierung (60g pro Pferd und Tag), kann man bei betroffenen PSSM-Pferde eine deutliche Verbesserungen in der Beweglichkeit und Lebenslust feststellen.

Trifft dieser Fall ein, muss in jedem Fall Mangan im Vergleich zu den anderen Spurenelementen höher dosiert werden. Empfehlenswert ist dann Nr. 19 Mordskerl zu Mn Mangan im Verhältnis 2 : 1. Damit verhindern wir eine langfristige Verdrängung der Spurenelemente Zink, Kupfer, Selen, Eisen, Cobalt oder Jod.

Ebenso ist eine zusätzliche Versorgung mit den essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin gesichert. Antioxidantien wie Vitamin E, Traubenkernextrakt u.a. runden das Produkt, welches seit fast 10 Jahren mit überragendem Erfolg eingesetzt wird, perfekt ab.

Die Bioverfügbarkeit von Mangan (der Übergang des Mangans in die entsprechenden Zielorte ist ein sehr zögerlicher Prozess) gestaltet sich sehr schwierig, daher hat sich diese Kombination extrem gut bewährt.

Warum der große Erfolg mit dr. WEYRAUCH?

Die Besonderheit der dr. Weyrauch - Nährstoffe kommt ganz besonders dieser Problematik entgegen. Die Gewebeverfügbarkeit und -gängigkeit der Nährstoffe ist nicht nur durch hoch bioverfügbare Nährstoffkomplexe gegeben sondern durch die Transportmechanismen garantiert.

Statt Füllstoffen wie Zucker, Weizengrieskleie, Grashäckseln, Hanf oder anderen einfachen Zutaten basieren die jeweilige Produkte auf einer extrem hochwertige Kräuter- und Wurzelkombination.

Wer sich nach der Diagnosestellung PSSM und vor einer Umstellung der Fütterung wirklich sicher sein möchte, sollte nach der Einhaltung einer fünftägigen Mineralstoffkarenz tatsächlich ein Blutbild erstellen lassen und dort neben den Leberwerten auch ganz speziell die Spurenelemente Zink, Kupfer, Selen und Mangan untersuchen lassen. Im Rahmen unserer Beratung werden wir das Blutbild für Sie sichten.

Ohne weiteres ist es aber auch möglich, empirisch an das Problem heranzugehen: zunächst wird das Pferd in der Mineralisierung auf dr. WEYRAUCH umgestellt und die Entwicklung der Muskulatur und des Gangbildes innerhalb von 4 Wochen beobachtet.

 

 

Kein Chrom bei PSSM - ein fürchterlich unwissenschaftliches Gerücht

In einigen Beiträgen im Netz und den sozialen Netzwerken wird immer eine Warnung vor der Gabe von Chrom an Pferde, die an PSSM erkranken, ausgesprochen. Diese Warnungen sind hoch unseriös.

Hierbei fehlen zunächst grundsätzlich Mengenangaben, wieviel Chrom einem Pferd mit PSSM angeblich schaden würde. 

Da etwaige Untersuchungen in den USA vorgenommen wurden, in denen die tägliche Zufuhr an Chrom leicht Mengen von  5 - 10 mg am Tag überschreiten, und laut unserem Futtermittelgesetz eine Chromzufuhr nicht erlaubt ist, werden hier eindeutig Äpfel mit Birnen verglichen.

Auch die Menge an Chrom in Hefe, Algen und Kräutern ist verschwindend gering und könnte wenn, dann nur einen Bruchteil des essentiellen Bedarfs an Chrom decken. 1 Kilogramm Hefe enthält 2mg Chrom, was dem Tagesbedarf des Pferdes entsprechen würde. Aber kein gesund denkender Mensch würde einem Pferd täglich so große Mengen an Hefen zumuten.

Abgesehen davon ist Chrom ein essenzieller Nährstoff, was bedeutet, dass eine chromfreie Ernährung ( was natürlich physiologisch überhaupt nicht möglich ist) langfristig den Tod des Lebewesens bedeuten würde. Da stellt sich die Frage, ob vor Mutmaßungen nicht erstmal Zahlen, Fakten und die gute alte Mathematik stehen sollten.

Dr. Susanne Weyrauch© Mai 2011 - überarbeitet 2023

 


 

 

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