Migräneschmerz

In den Krallen des Teufels!

Migräne - unverständlicher Schmerz für die, die sie noch nie hatten

Es ist ein schmerzhaftes Kopfweh, das so viele Menschen befällt, immer wieder und so viele Ursachen hat, die deswegen so schwer zu ermitteln sind, weil sie sich teilweise überschneiden. Der Markt ist voller Schmerzmittel, aber oft helfen die nur wenige Stunden.

Es gibt sehr viele Ursachen für die Entstehung von Migräne. Sie können nicht richtig voneinander unterschieden werden, denn oft treffen zwei Faktoren zusammen. Das ist das Hauptproblem. Leider geht die Schulmedizin allzuoft nur monokausal vor.

Läuse und Flöhe - oft sind es zwei Ursachen

Ein klassischer nutritiver Auslöser von Migräne ist die Aufnahme des biogenen Amins Histamin bei Personen mit Histaminunverträglichkeit, der Histaminose. Nahrungsmittel, die Histamin enthalten führen bei den disponierten Personenkreisen zu Blähungen, Durchfall, Verspannungen und schließlich zu fürchterlichem Kopfweh. Histamin ist enthalten in Käse, vergorenen Milchprodukten wie Joghurt oder Quark, unfrischem Fisch, Rohwurst oder "nicht klaren" Alkoholika. Verschlimmert wird die Ausprägung der Histaminose durch Stress, da dann zusätzlich körpereigenes Histamin produziert wird.

Kommen zusätzlich durch Stress ausgelöste Verspannungen im Nackenbereich dazu, ist nicht mehr zu unterscheiden, woher die Migräne jetzt wirklich stammt. Ist die Histaminose im Hintergrund Auslösern wird die  Migräne durch kein Schmerzmittel langfristig behoben. Es muss daher entweder erst für einige Tage jegliche Aufnahme histaminhaltiger Lebensmittel verzichtet werden (manchmal helfen auch Antihistaminika der alten Generation). Für die verbleibenden Verspannungszustände sind Ruhe und die Hilfe eines Physiotherapeuten von größtem Wert.

Nach der Migräne ist vor der Migräne

Verspannungen enstehen auch durch Nährstoffmängel im Bereich von Magnesium, Mangan oder Selen. Stress, ob vor der Migräne, während der Migräne oder aus Angst nach der Migräne (denn nach der Migräne ist vor der Migräne) können weitere Nährstoffdefizite in diesen Bereichen forcieren.

Hormonelle Disbalancen

Ein Auslöser für Migräne können auch hormonelle Disbalancen sein, was durch den Frauenarzt behandelt werden sollte. Aber auch hier gibt es Fälle, bei denen beispielsweise ein Myom durch Zug- und Druckverhältnisse auf das Rückgrad migräneauslösend sein. Auch hier wäre wieder der gute Physiotherapeut gefragt.

 

Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand 2014

 

 

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