Umdenken in der Rinder- und Kälberfütterung

Eine ernährungswissenschaftliche Betrachtung als möglicher Lösungsansatz

Nicht wenige Verbraucher sind bereit, einen höheren Preis für gute Milch zu zahlen. Weiterverarbeiter von Milch jedoch fordern niedrige Milchpreise und schwächen somit die Bauern. Oft sind es die Bäuerinnen, die sich um die Aufzucht der Kälbchen bemühen und hierbei oft an ihre Grenzen stoßen.

Die im Rahmen der Milchproduktion geborenen Kälber zeigen sich in den letzten Jahren als immer anfälliger gegenüber gesundheitlichen Problemen. Dabei führen vor allem Infektionen und Durchfallerkrankungen zu erhöhten Kosten in der Kälberhaltung.

Aus der Sicht des Ernährungswissenschaftlers ist die Sachlage relativ einfach zu erklären. Seit Jahrzehnten werden Kühe veranlasst, immer mehr Milch zu geben. Die Produktion dieser Milch kostet nicht nur die Nährstoffe, die in der Milch enthalten sind sondern auch Nährstoffe, die den Stoffwechsel der Kuh dazu bewegen, die Milch zu produzieren. Ebenso ist die Belastung der Leber dieser Kühe wesentlich ernster zu nehmen. Wenn Muttertiere während der Hochträchtigkeit nicht ausreichend mit Spurenelementen versorgt werden, kann es bei den Kälbern  zu Diarrhoen in der Colostrumphase kommen (Kamphues et al. "Supplement zu Tierernährung", 2014).

Gesundheitliche Probleme nach der Abkalbung

Was nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen klingt, ist eigentlich überaus logisch. Die angeblich negative Energiebilanz der Kuh (auch bei normaler Leistungs erbringenden Kühen), einhergehend mit Fieber, Appetitlosigkeit und Muskelabbau ist eigentlich mehr eine Frage des Stoffwechsels und damit auch die Folge einer überdimensionalen Leberbelastung als ein tatsächliches Energieproblem. Dazu ist zunächst wichtig, sich ganz klar vor Augen zu führen, dass die Produktion von Milch als Form des körpereigenen Eiweißes über den Stoffwechsel der Leber führt. In der Leber wird maßgeblich körperfremdes Eiweiß (durch Nahrung aufgenommenes Eiweiß) in körpereigenes Eiweiß umgebaut. In der Trächtigkeit ist die Leber an der Blutbildung des ungeborenen Kindes beteiligt. Verschiedene Faktoren können die Leber belasten.

Dazu gehören:

a) Stress (Geburt des Kalbes)

b) Chemikalien in der Fütterung (künstliche Aromastoffe und Süßstoffe, Konservierungsmittel, etc.)

c) Silagefütterung (der Abbau der biogene Amine erfolgt über die Leber)

d) ein Mangel an Spurenelementen als Cofaktoren für eine enzymatische Leberentgiftung

e) ein Mangel an natürlichen polyphenolhaltigen Substanzen in der Fütterung (Wirkkräuter wie Kurkuma, Traubenkerne etc.)

Spurenelementversorgung für Gesundheit und Leistung

Wie man seit langem weiß, sind gerade die Leistungsprodukte (Milch, Eier, Sperma) sehr reich an Spurenelementen. Das Thema Spurenelemente war jedoch nach dem Krieg bis hin in die siebziger Jahren nicht der  wesentlich limitierende Faktor für die Fleisch- und Milchproduktion, sondern vielmehr ging es um die Versorgung mit Energie und energieliefernden Nährstoffen (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett).

Die Versorgung der Mutterkühe mit den Spurenelementen wurde daher relativ lax gehandhabt und so ist es in der gesamten Nutztierbranche bereits erwiesen, dass der Spurenelementgehalt im Fleisch von Nutztieren in den letzten 20 Jahren erheblich gesunken ist. Dies hat bereits vor Jahren eine bayerische Studie ergeben. Hierzu ist besonders wichtig zu wissen, dass sich der Spurenelementbedarf nach der Trockensubstanz Aufnahme richtet und der bei Hochleistungskühen natürlich wesentlich höher ist als bei vor 70 Jahren gezüchteten Rassen oder alten Rassen.

Eine mit Nährstoffen (hier besonders Spurenelementen) unterversorgte Mutter wird bereits die nächste Tochter mit einem Spurenelementmangel ins Leben bringen. Deren Tochter wird weiter verarmt sein. Dazu kommt, dass diese weiblichen Tiere eine hohe Leistung bringen, und sich die Frage stellt, ob überhaupt der Nährstoffbedarf gedeckt ist, um entweder die Leistung zu erbringen oder Nachwuchs.

Wenig bekannt ist die Bedeutung der Spurenelemente im Rahmen der enzymatischer Stressbewältigung und bei  Entgiftungsprozessen.  Spurenelementabhängige Enzyme wie zum Beispiel die Superoxiddismutase oder die selenabhängige Glutathionperoxidase leisten einen hohen Beitrag in einem antioxidativen System, das auch zur Bekämpfung von Entzündungen beiträgt.

Milchaustauschfutter

Die Entwicklung der Milchaustauschfutter entwickelte sich rasant nach den siebziger Jahren. In dieser Zeit wurden für 1 l Milch ca. 0,35 DM bezahlt. Die Milchproduktion wurde gefördert, sodass jeder Liter Milch, der nicht an ein Kalb verfüttert wurde zu einem relativ hohen Preis verkauft werden konnte.

Heute bestehen Milchaustauschfutter aus einem großen Teil Magermilchpulver und Molkenpulver. Der sehr hohe Fettgehalt dieser Produkte wird bestenfalls mit Pflanzenölen, häufiger aber mit raffinierten Fetten (Palmfett, Kokosfett) erreicht. Die Süße bringen entweder einfache Zuckerverbindungen oder Reste (Abfälle) aus der Süßwarenindustrie. Über den Nährstoffgehalt dieser Zutaten kann man sich streiten. Bei Kindern würde man von diesen Zutaten abraten, zumal gerade Palmfett derzeit sehr kritisch gesehen wird.

Die Milchaustauscher werden vitaminisiert und mineralisiert. Zudem werden sie oft mit Butylhydroxytoluol (E 321), auch BHA/BHT genannt,  konserviert, einem von der EU zugelassene Konservierungsmittel, die im Verdacht steht Allergien auszulösen. Es werden aber auch Calciumformiat (E328) oder Calciumpropionat (E 282) als Konservierungsmittel verwendet. Auch an dieser Stelle muss normal festgestellt werden, dass ein bereits durch die Trennung gestresstes Kalb nun durch die Zusatzstoffe zusätzlich eine Belastung der Leber erfährt. Leberprobleme führen unweigerlich zu einem geschwächten Immunsystem.

Leberschonung beim Kalb

Der normale Landwirt wird sich fragen, warum man einem Kalb die Leber und den Leberstoffwechsel schonen sollte. Hierzu einige Erklärungen. Die Leber gehört zu den größten Stoffwechselorganen des Körpers. Die Leber hat nicht nur eine Entgiftungs- und Speicherfunktion sondern sie ist maßgeblich an der Bildung körpereigener Eiweißstrukturen beteiligt. D.h., eine schwache Leber hemmt das Wachstum und den Appetit des Kalbs und bremst dessen Immunsystem aus. Dies allein sollten genug Gründe sein, die Kälberfütterung stark zu überdenken.

Leberschädigende Prozesse durch biogene Amine in Silage

Die Fütterung von Silage ist für den Landwirt praktisch. Auch wenn Rinder im Vergleich zu Schweinen und Pferden unsensibler gegenüber Kontaminationen mit Schimmelpilzerregern sind, wirft sich die Frage auf, welche Auswirkungen auf den Stoffwechsel die während des Siliervorgangs entstehenden Biogenen Amine haben. Dazu zählen Histamin, Putrescin oder Cadaverin. Sie sind durch Hitze nicht zerstörtbar. Der Abbau im Körper erfolgt über die Leber. Biogene Amine gelangen über die Milch (oder Milchprodukte) auch in das Kalb und führen hier zu einer bisher nicht wahrgenommenenn kontinuierlichen Leberbelastung. Hierzu kommen die Konservierungsmittel aus der Milchaustauschern. Abgesehen davon gelangen die Biogenen Amine auch in den Konsumenten, vor allem Kinder, die dann viel zu früh mit diesen Stoffen konfrontiert werden. Die Milch wird so zum Allergikum!
 

"In den vergangenen Jahren wurden bei Grassilagen des ersten Schnitts mit auffälligen Reineiweißanteilen (in Prozent vom Rohprotein) auch bei unauffälliger Sensorik hohe Konzentrationen der nicht-proteinogenen Aminosäure γ-Aminobuttersäure (GABA) und Biogener Amine, sowie bestimmter proteinogener Aminosäuren gefunden. Diese Silagen standen im Zusammenhang mit verlustreichen Erkrankungen in Milchviehherden, insbesondere das vermehrte Auftreten unspezifischer Krankheitssymptome wie erhöhte
Milchzellzahlen, vermehrt Lahmheiten und Labmagenverlagerungen, verringerte Fruchtbarkeit, Festliegen bis hin zu plötzlichen Todesfällen wurde beobachtet"

Dissertation S.Theermann "Untersuchungen zum Einfluss von Grassilagen mit auffällig niedrigen Reineiweißanteilen auf Aminosäuren und Biogene Amine im Pansensaft (in vitro)", 2011.

Lösungsansätze für die gesunde Kälberfütterung

Bei Milchpreisen von 0,28 € pro Liter Milch muss sich der Landwirt die Frage stellen, ob man nicht bei einer täglichen Fütterung von 6-7 l frischer Vollmilch pro Kalb Geld einsparen kann.  Beim Milchaustauscher liegen bei einer täglichen Fütterung von einem Kilo pro Kalb pro Tag die täglichen Ausgaben bei 1,50 bis 3,00 € pro Tag.

Bei einer Milchfütterung an Kälber kann man bei 7 l mit ca. 1,96 € rechnen. Die Vorteile der Milchfütterung an Kälber liegen klar auf der Hand. Mittlerweile ist bekannt, dass nicht nur im Kolostrum, sondern auch einige Zeit danach in der Milch Eiweißkörper enthalten sind, die das Immunsystem stärken. Die Milch ist im Allgemeinen frei von Konservierungsmitteln, sodass damit die Leber entlastet wird.

Maßnahmen, um Tierarztkosten zu sparen und die Tierarztkosten sparen

Durch gesundheitliche Prophylaxe, die auf einer hochwertigen Ernährung basiert, kann in der Kälberhaltung nicht nur sehr viel Geld eingespart werden, sondern auch die Entwicklung des Kalbes nachhaltig verbessert werden.  Der Unterschied in der Behandlung eines Tieres mit Nährstoffen hat im Unterschied zu einer schulmedizinisch - chemischen Behandlung den Vorteil, dass die Nährstoffe dem Organismus langfristig für alle möglichen Bereiche zur Verfügung stehen.

Hier spielt die Versorgung mit Spurenelementen eine überragende Rolle. Eine hochwertige Versorgung des Kalbes mit vor allem hochbioverfügbaren Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Kobalt und Jod hat eine direkte Auswirkung auf den jungen Stoffwechsel, das Immunsystem, die Stresstoleranz und die Pansenentwicklung des Tieres.

In Anbetracht der Verarmung der Muttertieres an Spurenelementen ist über die Bedarfszahlen eines Kalbes erneut nachzudenken.

Während eine ungenügende Zufuhr an Spurenelementen, vor allem Zink, das Immunsystem schwächt und Wachstumsdepressionen auslösen kann, bewirkt eine ausreichende, historische bedingte Mängel ausgleichende Gaben von Spurenelementen von Anfang an eine höhere Vitalität des gesamten Bestandes an Kälbern. Dies zeigt sich im ersten Ansatz im Verhalten, dem Appetit und schließlich den Wachstumszulagen.

Stress und Spurenelemente

Stress kann sich beim Kalb in Störungen des Schlundrinnenreflexes zeigen. Diese führen zu Vergärungsprozessen und in Folge davon zu Tympanien, vor allem aber Durchfällen bis hin Labmagengeschwüren. Da sich der klassische Spurenelementmangel auch in geringerer Stresstoleranz zeigt, kann eine bedarfsgerechte Spurenelementversorgung beim Kalb über die Durchbrechung der Stressachse die Leistungsfähigkeit und Gesundheit verbessern.

Bedeutung von Kräutern in der Rinderfütterung

Was man schon längst aus dem Bereich der Pferdefütterung weiß hat sich nun auch in der Rinderfütterung durchgesetzt. Der Einsatz von Kräutern zur Unterstützung der Leberfunktion und zum Abbau von Entzündungen kann eventuell gerade zusammen mit einer ausreichenden Spurenelementversorgung zur Optimierung der Stoffwechselsituation einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung der Gesundheit von Milchkühen und Kälbern  beitragen.

Dr. Susanne Weyrauch-Wiegand 2015 ©

 

dr. WEYRAUCH Spur-Rind

Da wir über eine langjährige Erfahrung im Bereich der Spurenelemente verfügen haben wir uns entschlossen, nun auch ein Spurenelementpräparat für Rinder anzubieten. Es hat sich bereits bewährt, in dem es zu vitaleren Kälbern geführt hat und Tierarztkosten gespart werden konnten.

dr.WEYRAUCH Spur-Rind gleicht gezielt Nährstoffdefizite im Bereich der Spurenelementversorgung aus. Spurenelementdefizite können sich in Haut-, Klauen- und Fellproblemen, Störungen des Immunsystems (auch Ekzem oder Allergien), sowie Verdauungs-, Fruchtbarkeits- und Milchbildungsstörungen zeigen.

Die Themen, die in der Rinderhaltung auch in Zukunft angegangen werden müssen sind Nachgeburtsverhalten, Euterentzündungen, Verlängerung der Laktation.

Spur-Rind ist eine effiziente Ergänzung zu üblichen Futtermitteln. Hochbioverfügbare Spurenelemente in Chelatform sind hier mit Kräutern kombiniert. Spur-Rind ist garantiert frei von Konservierungs-, Bindemitteln oder Aromastoffen.

Dieses Produkt wir zusammen mit den Rinderhaltern auf deren Bedürfnisse systematisch angepasst.

 

dr. WEYRAUCH Spur-Rind

 

Ergänzungsfuttermittel für Rinder zur gezielten Versorgung mit Spurenelementen


Zusammensetzung: Traubenzucker, Leinsamenmehl, Kurkuma, Fenchel

 

Zusatzstoffe/kg:       Zn                   15.000 mg als Aminosäure-Zinkchelat Hydrat (E6)

                                   Mn                  10.000 mg als Aminosäure-Manganchelat Hydrat (E5)

                                   Fe                     5.000 mg als Aminosäure-Eisenchelat Hydrat (E1)

                                   Cu                     2.000 mg als Aminosäure-Kupferchelat Hydrat (E4)

                                   Se                          23 mg als Selenhefe (E3b8.10)

                                     J                           25 mg als Kaliumjodid (E2)

                                   Co                          50 mg als Cobalt(II)sulfat heptahydrat (E3)               

 

Analytische Inhaltsstoffe: Rohprotein 19%, Rohfett: 2%, Rohfaser 18%, Rohasche 9%

 

Fütterungsempfehlung:    30 g pro Rind (2 Messlöffel), 20g pro Kalb (1 gehäufter Meßlöffel).                    Wegen des erhöhten Gehalts an Spurenelementen bitte nicht mehr als 100g pro Rind und Tag füttern.

dr. WEYRAUCH Zn Zink Rind

dr.WEYRAUCH Zn Zink Rind gleicht gezielt Nährstoffdefizite im Bereich der Zinkversorgung aus. Zinkmängel zeigen sich beim Rind in Immunproblemen (Infektionen, Durchfall) Klauenfäulnis, schlechter Wundheilung, Wachstumsverzögerungen und Fruchtbarkeitsstörungen. Zn Zink Rind ist eine effiziente Ergänzung zu üblichen Futtermitteln. Hochbioverfügbares Zink in Chelatform sind in eine Kräuter-Wurzel-Grundlage eingebunden. Zn Zink Rind ist garantiert frei von Konservierungs-, Bindemitteln oder Aromastoffen.

Zn Zink Rind

Ergänzungsfuttermittel für Rinder zur gezielten Versorgung mit Spurenelementen


Zusammensetzung: Leinkuchenmehl, Bierhefepulver, Karottenpulver, Curcuma, Petersilie

Zusatzstoffe/kg:       Zn            15.000 mg als Aminosäure-Zinkchelat Hydrat (E6)                                                                     

Analytische Inhaltsstoffe: Rohprotein 19%, Rohfett: 2%, Rohfaser 18%, Rohasche 9%

Fütterungsempfehlung:    30 g pro Rind (2 Messlöffel), 20g pro Kalb (1 gehäufter Meßlöffel)

Wegen des erhöhten Gehalts an Spurenelementen bitte nicht mehr als 100g pro Rind und Tag füttern.

Rechenbeispiel: Spurenelementversorgung eines Rindes anhand einer Futterration

 

Futterration                                                                   Zink in mg

 

2 Kilo Heu (25mg/kg TS)                                                  40 mg Zink

15 Kilo Gras Silage (30% TS) 30mg/kg TS                       90 mg Zink

20 Kilo Mais Silage (30%TS)   20mg/kg TS                     120 mg Zink

1,2 Kilo Sojaschrot                  50mg/kg TS                       55 mg Zink

3,3 Kilo Milchleistungsfutter (86mg Zn/kg TS)                  283 mg Zink

 

TS-Aufnahme : ca. 16,5 kg         Zufuhr an Zink              588 mg Zink

Bedarf an Zink: 50mg/kg TS in mg                                   825 mg Zink

 

Der Bedarf ist trotz Milchleistungsfutter nicht gedeckt. Ebenso wirft sich die Frage der Bioverfügbarkeit von Zink in den üblichen Milchleistungsfuttenr auf.

25 kg kosten 445,- € zzgl. MwSt.

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