Bor - Spurenelement aus den Trauben

Kraft aus Trauben für Knochen und Haut

Bor gehört zu den für die Ernährung relativ unbekannten Spurenelementen. Lediglich Weinkenner wissen, das in besonders guten Weinen auch ein relativ hoher Gehalt an Bor vorliegt. Bor gehört wie Vanadium, Germanium oder Wismut zu den Spurenelementen, von denen man weiß, dass sie lebenswichtig sind. Offizielle Bedarfswerte oder Zufuhrempfehlungen sind nicht wirklich bekannt. Zu den möglichen Mangelerscheinungen zählen vorwiegend Beweglichkeitsstörungen, aber auch weitere Stoffwechselprobleme werden vermutet.

Ob das Wort Bor aus dem Türkischen stammt oder auf ungarisch mit "Wein" übersetzt wird ist nicht bekannt, aber Wein, Traubensaft, Traubentrester und Traubenkerne gelten als sehr reich an Bor.

Funktionen im Körper

Bereits im Altertum brachten Händler aus Tibet Bor mit nach Europa. Bor finden wir vor allem in den Knochen, der Milz und der Schilddrüse. Angeblich schützt es vor dem zu frühen Abbau der Geschlechtshormone Östrogen und Testosteron. Bor gilt als wichtig für den Aufbau, Erhalt und die Festigung der Knochen- und Knorpelsubstanz.

Desweiteren soll Bor in Verbindung mit Bioflavonoiden und Vitamin C den Abbau der Hyaluronsäure, der Kittsubstanz im Knorpel, hemmen. Daher liegt nahe, dass ein Mangel an Bor zu Gelenkserkrankungen führen könnte.

Tatsächlich haben Menschen in Ländern wie Jamaika und Mauritius, deren Böden borarm sind, auffallend häufig Gelenksentzündung. Es wird vermutet, dass ein Mangel an Bor zu Hautallergien, Ekzemen und zu Akne führen kann. Beim Menschen wird eine hohe Boraufnahme in Verbindung mit einem geringeren Risiko für Prostatakrebs in Verbindung gebracht. Zu möglichen Bormangelzuständen gehören auch Reizbarkeit, Nervosität und Immunschwäche.

Bor in Futtermitteln

Reich an Bor sind Traubentrester mit 30 Milligramm pro Kilogramm. Auch Apfeltrester und Sojabohnen, Rote Rüben und Erbsen enthalten nennenswerte Mengen. Als durchschnittlicher Tagesbedarf beim Pferd werden etwa 15 bis 30 Milligramm angenommen.

Überschüsse

Eine zu hohe Zufuhr an Bor kann giftig wirken. Enzymaktivitäten können gehemmt und einige andere Störungen ausgelöst werden. Dazu gehören beispielsweise Erbrechen (beim Pferd nicht), Durchfälle, Kopfschmerzen, Ruhelosigkeit und Nierenschäden. Mit üblichen Futtermitteln oder Traubenkernen ist das jedoch unmöglich. Bor gilt nicht als zugelassener Nährstoff und darf in Futtermitteln nur auf natürliche Weise in die Ration gelangen.

 

Dr. Susanne Weyrauch - Wiegand 2011©

Zum Shop
Verstanden

Wir verwenden Cookies, um unsere Webseite für Sie möglichst benutzerfreundlich zu gestalten. Wenn Sie fortfahren nehmen wir an, dass Sie mit der Verwendung von Cookies auf unserer Webseite einverstanden sind. Weitere Informationen finden Sie in unseren Datenschutzbestimmungen.