Vitamin D und K für gute Knochen

Vitamin D und Vitamin K

Machen nicht nur Knochen und Zähne stark

Vitamin D und K sind in den Fokus der Ernährungsforschung geraten. Ein Mangel an Vitamin D steht im Zusammenhang mit der Entstehung des Metabolischen Syndroms, von Störungen des Insulinstoffwechsels, erhöhtem Entzündungsgeschehen und der Entstehung von Krebs.

Vitamin K für gesunde KnochenVitamin K ist ein Blutgerinnungsfaktor und wirkt ebenso blutzuckersenkend und fettabbauend. Ein Mangel an Vitamin K kann leicht dazu führen, dass man durch kleinste Wunden größte Mengen Blut verlieren kann (Lungen-, Magenbluten, Blutungen nach Fohlengeburten, Verletzungen, Operationen).

Vitamin D hat einen großen Einfluss auf den Calcium- und Phosphatstoffwechsel und fördert die Mineralisierung und Härtung des Knochens. Nebenbei ist Vitamin D an vielen Stoffwechselvorgängen im Körper wie dem Muskelstoffwechsel und der Infektabwehr beteiligt.

Pferde sind - vorausgesetzt sie sind der Sonne ausgesetzt - in der Lage unter dem Einfluss von ultravioletter Strahlung  die Vitamine D2 (Ergocalciferol) und D3 (Cholecalciferol) zu bilden. Daher kann man ein Vitamin D nicht mehr von einem essenziellen Nährstoff sprechen.  Vitamin D wird in Leber und Niere  zu Calcitriol, also dem wirksamen Vitamin D-Hormon umgewandelt. Die Voraussetzung dafür ist eine gesunde Leber- und Nierenfunktion!

Als Vitamin K wird eine Gruppe chemischer Verbindungen verstanden, die blutgerinnungsfördernd wirken und die Durchlässigkeit der Blutgefäße regulieren. Während Vitamin K1, das Phyllochinon vor allem in grünen Pflanzenteilen vorkommt, wird Vitamin K2, das Menachinon von Bakterien erzeugt. Umstritten ist die Zulage von Vitamin K3 in Futtermitteln. Das sogenannte Menadion wird synthetisch hergestellt. Vitamin K wird seit über 30 Jahren weltweit in der Tierernährung eingesetzt, dies schließt die Verwendung von anderen Vitamin K-aktiven Verbindungen ein (Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), Einsatz von Vitamin K in der Tierernährung, Stellungnahme des BfR vom 15. Januar 2004).

Vitamin K1 spielt eine erhebliche Rolle bei der Bildung von Osteocalcin, welches die Calciumbindung erhöht und die Knochenmineralisierung fördert, den Blutzucker senkt und den Fettabbau (z.B. bei EMS) befördert.

Ein Mangel an Vitamin K kann leicht zur Lebensgefahr werden!

Ein Mangel an Vitamin K führt zunächst zur Herabsetzung der Gerinnungsfähigkeit des Blutes, so dass bereits kleinste Verletzungen zu ausgedehnten Blutungen bei allen Tierarten führen können (Lungenblutungen, Hämatome, Magenblutungen, Blutungen nach der Geburt eines Fohlens oder Operationen).

Beide Vitamine können zwar vom Pferd selbst synthetisiert werden, allerdings ist für die Bildung von Vitamin D ausreichend Sonne nötig. Von Vitamin K wird ausgegangen, dass frisches Grünfutter und eine gesunde Darmflora ausreichend seien. Allerdings ist der Bedarf an Vitaminen in bestimmten Situationen, wie Trächtigkeit, im Knochen- und Zahnwachstum oder bei Knochenverletzungen erhöht. Ebenso können bestimmte Stoffwechselsituationen eine höhere Zufuhr notwendig machen.

Vitamin K für gesunde KnochenZudem kann ein Mangel an Vitamin K durchaus leicht entstehen, wenn schlechtes Heu gerade zum Ende des Winters hin gefüttert wird und/oder eine Leberschädigung vorliegt, die eine Auswirkung auf die Darmflora hat (Blähungen, Kotwasser, Durchfall).

Vitamin K dient der Bildung des Vitamin D abhängigen Osteocalcins, das die Knochenmineralisation fördert. In der Tierernährung ist seit langem bekannt, dass Vitamin K und seine aktiven Verbindungen K1 und K2 eine überragende Funktion im Knochenaufbau erfüllen.

Mit der Zulage an Vitamin K1 sinkt das Risiko, osteoporosebedingte Knochenbrüche zu erleiden. Zudem wirkt Vitamin K blutzuckersenkend und fettabbauend. Daher wird zur Einnahme von Vitamin D dringend auch die Einnahme von Vitamin K1 empfohlen. Vitamin K hat zudem eine positive Wirkung auf die Arteriengesundheit.

Aufnahme von Vitamin K

Eine gesunde Leber mit ausreichend Gallefluss ist die Basis für die gute Resorption des über die Ernährung zugeführten oder im Zusatzfutter zugesetzten Vitamin Ks. Eine gesunde Gallenfunktion ist allerdings auch grundlegend für eine gute Darmflora, die an der körpereigenen Bildung von Vitamin K2 beteiligt ist. Das heißt im Umkehrschluss, dass eine beeinträchtigte Leber auch indirekt die Blutgerinnung und den Knochenbau beeinflusst. Natürlich reich an Vitamin K sind grüne frische Pflanzen und Extrakte daraus (z.B. Alfalfa-Extrakt).

Starke Knochen und stählerne Körper

Ein Mangel an Vitamin D wird mit dem Metabolischen Syndrom und Adipositas (Fettleibigkeit), Zellentartungen, chronischen Darmentzündungen, Osteoporose sowie rheumatoider Arthritis in Verbindung gebracht. Muskelschwäche, die Entwicklung verschiedener Karzinome, Bluthochdruck und Diabetes werden als Folge des Vitamin D - Mangels diskutiert (H.-J.Schober-Halstenberg, 2010,Diss.). Ebenso wurde deutlich, dass die zelluläre Abwehr durch gestärkte Makrophagen und Monozyten stabilisiert wird.

Das Risiko für Stürze und Frakturen durch eine ausreichende Vitamin D-Versorgung sowie Funktionseinbußen des Bewegungsapparates (Kraft, Mobilität, Gleichgewicht) ist gesenkt.

Der Einsatz von Vitamin K in der Tierernährung wurde bereits am 15. Januar 2004 in einer Stellungnahme des BfR (Bundesinstitut für Risikobewertung) bewilligt: Seit Juli 2019 dürfen nur noch das künstliche Vitamin K3 in der Tierfütterung eingesetzt werden.

Physiologische Bedeutung von Vitamin K

Die wichtigste Funktion ist der lebensnotwendige Schutzmechanismus zur Aufrechterhaltung der Blutgerinnung durch Regulation und Aufrechterhaltung der normalen Prothrombinbildung. Die wichtigste Funktion des Vitamin K ist seine Wirkung als Coenzym bei der Carboxylierung von Glutaminsäure zur γ-Carboxyglutaminsäure. Die bekannten Vitamin K-abhängigen Proteine, wie Prothrombin, die Blutgerinnungsfaktoren VII, IX, und X und das Osteocalcinin, enthalten alle die γ-Carboxyglutaminsäure. Aus Prothrombin entsteht Thrombin, das wiederum Fibrinogen in Fibrin überführt und dadurch die Blutgerinnung bewirkt. Die K-Vitamine regulieren außerdem die Permeabilität der Blutgefäße.

 

Dr. Susanne Weyrauch Wiegand Februar 2014 überarbeitet 2019

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