Was bringt die Kraft aus der Sonne?

Der Vorteil von Sonnenblumen in der Pferdefütterung

Sonnenblumenkerne sind die zu den Nussartigen zählenden Samen der Sonnenblume und normalerweise eher als Vogelfutter bekannt. Seit über 25 Jahren werden Sonnenblumen in Deutschland professionell  für die Tierernährung und die Gewinnung von Öl angebaut.

Die Sonnenblume (Helianthus annuus) heißt auf Französisch: Tournesol und bedeutet "die sich nach der Sonne dreht". Die Blüte des bis zu 5 m hoch wachsende Korbblüters folgt an sonnigen Tagen dem Sonnenstand von Ost nach West und kehrt nachts auf ihre nach Osten gerichtete Position zurück.

Auffallend ist der hohe Rohfaseranteil des Sonnenblumenkerne, der Durchzüchtung systematisch reduziert worden ist. Ein hoher Schalenanteil mit bis zu 22 % Rohfasergehalt kommt nur den Tierarten zugute, die - wie zum Beispiel Pferde - in der Lage sind Zellulose und Lignin über den Dickdarm zu verdauen.

Sonnenblumenkerne zeichnet sich besonders durch ihren hohen Eiweißgehalt von etwa 16 bis 19% aus. Sie sind besonders reich an der essenziellen Aminosäure Methionin, die neben Lysin als limitierende Faktor in der Pferdefütterung gilt (4g Methionin pro Kg).

Der Ölgehalt liegt mit 36 bis 45% sehr hoch, daher gilt die Sonnenblume auch als Ölfrucht. Sonnenblumenöl enthält reichlich mehrfach ungesättigte Fettsäuren sowie einen angepassten Gehalt an Vitamin E, der dem Schutz dieser mehrfach ungesättigten Fettsäuren dient (Leinöl enthält zwar mehr ungesättigte Fettsäuren, jedoch ist der Vitamin E Gehalt zum Schutz dieser Fettsäuren sehr gering).

SonnenblumenkerneDurch den heutzutage dominierenden Trend getreidefrei zu füttern, rücken Sonnenblumenkerne in den Fokus der Pferdefütterung durch die Tatsache, dass sie weder Stärke noch Zucker enthalten.

Während zerkleinerte Sonnenblumenkerne nur kurz haltbar sind, sind ganze Sonnenblumenkerne nicht nur extrem gut lagerfähig sondern eignen sich auch hervorragend als Aufwertung des Pferdefutters. Im Gegensatz zu Soja, Raps oder Leinsamen enthalten Sonnenblumenkerne keine antinutritiven bzw. toxischen Begleitsubstanzen.

Einer Zufütterung beim Pferd mit 250 g am Tag spricht nichts dagegen. Dabei müssen ca. 3 MJ berechnet werden.

 

Foto: Fotolia Urheber: Jürgen Fälchle

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