Gelenksproblemen frühzeitig vorbeugen

Arthrose, Spat & andere Gelenksprobleme

Die Ernährung des Knorpels entscheidet über Beweglichkeit und damit Lebensfreude

Lahmheiten, hervorgerufen durch Gelenksentzündungen (Arthritis), Gelenksabnützungen (Arthrose), Chips und andere Knorpelveränderungen, erfordern spezielle Ernährungsmaßnahmen. Während noch vor kurzem solche Diagnosen mit dem Attribut „unheilbar“ versehen waren, wird heute das Thema Gelenkserkrankungen aus einem anderen Blickwinkel betrachtet.

Die Aufgaben der Ernährung liegen in diesem Falle darin, Knorpelgewebe neu zu bilden, Reparaturarbeiten zu leisten und Verschleißerscheinungen entgegenzuwirken.

Bezugnehmend auf die Selbstheilungskräfte des Organismus, die letztendlich die Wiederherstellung des gesunden Knorpelgewebes entscheiden, sind ganz bestimmte Nährstoffe notwendig. Ein Mangel an diesen Nährstoffen führt daher zwangsläufig und unausweichlich zu Störungen im Rahmen der Reparaturarbeiten und beschleunigen den Gewebeuntergang.

Der Aufbau des Knorpelgewebes

Hufbeinverknöcherung, Spat und Schale gehören zum gleichen FormenkreisDas Knorpelgewebe, welches zu den Binde- und Stützgewebsarten zählt, überzieht den Knochen als glatte, elastisch-gelartige Schicht. Es schützt den Knochen vor Stößen und Verletzungen und ermöglicht das geräuschlose Abrollen beim Laufen. Das bekannte Knacken von Gelenken ist daher bereits ein kleines Anzeichen für leichte Störungen der Knorpelgesundheit und können auch bei jungen Pferden auftreten.

Das Gelenkknorpelgewebe besteht aus Knorpelzellen, die weitestgehend ohne Kontakt zueinander eingebettet in der sogenannten extrazellulären Matrix liegen. Die extrazelluläre Matrix ist ein gallertartiges Gewebe, das zusätzlich mit kollagenen Fasern stabilisiert ist. Es wird wiederum durch die Knorpelzellen gebildet. Näheres und ausführlichere Informationen finden Sie in folgendem redaktionellen Artikel: Arthrose beim Pferd

Gute Ernährung – guter Knorpel

Für die Pflege, Erhaltung und Regeneration des Knorpelgewebes ist voraussetzend, dass Nährstoffe vorhanden sind, die die Knorpelzellen (Chondrozyten) dazu befähigen, die extrazelluläre Matrix zu bilden. Dazu werden vorwiegend Nährstoffe benötigt, die bei der Proteglykansynthese und Kollagenbildung gebraucht werden. Zeitgleich müssen genau jene Knorpelzellen in ihrer Lebensfähigkeit unterstützt werden. Hier spielen vor allem antioxidative Nährstoffe eine Rolle, die die Lebenskraftwerke der Zelle, die Mitochondrien, unterstützen und dem Zellverfall vorbeugen.

Mangan in hochbioverfügbarer Form

Die Bildung der Proteoglykane ist ganz wesentlich von der Versorgung mit dem Spurenelement Mangan abhängig. Mangan aktiviert das Enzym Glykosyltransferase, welches die Bildung der Proteoglykane ermöglicht. Da die Zufuhr von Mangan über Heu ganz beträchtlich schwankt und der Bedarf von Mangan in Stresssituationen erhöht ist, lohnt sich die zusätzliche Fütterung eines Manganpräparates. Das Produkt Mn Mangan liefert hochbioverfügbares Mangan in Chelatform. Es ist in diesem außergewöhnlichen Produkt in eine spezielle Kräuterrezeptur eingebettet, so dass dieses Spurenelement rasch an den Zielort, in diesem Fall in die gut eingebetteten Chondrozyten gelangt!

Mehr als nur Spurenelemente

Das Schlüsselelement zur Bildung von Kollagen ist Kupfer. Auch wenn einige Kräuter besonders reich an Mineralien, wie zum Beispiel die Brennessel an Kupfer ist, sollte der Kupferbedarf über ein entsprechendes Präparat gedeckt sein (Kupferbedarf Großpferd ca. 90mg/Tag). Kräuter können nicht dazu dienen, einen Nährstoffmangel im Bereich der Mineralstoff oder Vitamine auszugleichen. Daher ist nicht nur bei Beweglichkeitsstörungen auf eine hochwertige Mineralsierung zu achten, die je nach Situation ergänzt werden kann. Dazu empfehlen wir als Nährstoffbasis Nr. 19 Mordskerl

Bioaktive Nährstoffe aus Kräutern

Zur Bildung von Chondroitinsulfat und Keratansulfat, als Bausteine für die Proteoglykane, benötigt der Körper Schwefelverbindungen. Diese müssen in jedem Fall durch die Ernährung bereitgestellt werden. Ein nicht unbedeutender Baustein für eine gesunde Schwefelversorgung ist der Knoblauch. Die geruchs- und geschmackstypischen Inhaltsstoffe von Knoblauch enthalten reduzierten Schwefel, der zudem zellschützende antioxidative Eigensschaften enthält. Da Pflanzen den Schwefel gerne in ihre Abwehrstoffe einbauen, mit denen sie sich gegen Fraßfeinde verteidigen und pathogene Mikroorganismen abwehren, sind vor allem Kräuter (zum Beispiel Brennessel, Salbei) sehr reich an Schwefel.

Die Bildung der kollagenen Fasern ist u.a. an das Vorhandensein von Silizium und Kupfer gekoppelt. Die zuverlässigsten natürlichen Lieferanten von organischen Silziumverbindungen sind Pflanzen, da anorganisches Silizium kaum aufgenommen wird. Hier ist vor allem der Schachtelhalm zu nennen, der mit Abstand das siliziumreichste Kraut ist. Seine positive Wirkung bei Gelenksproblemen ist unumstritten.
 

Aber auch Brennessel und Löwenzahn enthalten Silizium. Kräuter sind Lieferanten antioxidativer Systeme zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen. Weißdorn oder Holunderbeeren liefern Flavonoide, die eine antioxidative Wirkung haben. Dadurch werden Schädigungen der Knorpelzellen durch oxidativen Stress verhindert oder sogar repariert. Hagebutten verfügen über Galaktolipide, Botenstoffe der Entzündung an verschiedenen Stellen innerhalb des Entzündungsprozesses hemmen. Eine geschädigte Knorpelzelle wird eine verminderte Proteoglykan-Produktion nach sich ziehen. Einer der größten Vorteile der Kräuterfütterung liegt in ihrer antioxidativen und damit entzündungswidrigen Wirkung. Kräuter fördern die natürliche Entgiftung des Bindegewebes und fördern den Transport von Nährstoffen in die Knorpelzellen. Im Gegenzug wird der Abtransport von Stoffwechselschlacken und Freien Radikalen geregelt. Damit wird die Diffusion der Nährstoffe in das und aus dem Zielgewebe unterstützt. 

Nr. 9 Leben ist Bewegung ist eine reine und bewährte Kräuterrezeptur, die durch Brennnessel, Schachtelhalm, Löwenzahn, Hagebutten, Knoblauch, Weißdorn und Holunder die Ration des Pferdes aufwertet.

Spezielle Situationen erfordern spezielle Zutaten

Bei bestehender Arthrose, Spat oder entzündlichen Gelenksprozessen ist Soforthilfe gefragt. Hier hat sich der Einsatz von Glucosaminsulfat, Teufelskralle, Ingwer, natürlichem Vitamin E und vielen anderen Nährstoffen bereits hoch bewährt. Basilikum und Rosmarin beeinflussen das Entzündungsgeschehen positiv durch Beta-Caryophyllen, Ingwer wirkt über Gingerol und Salbei entzündungswidrig. Bei der Teufelskralle ist die entzündungswidrige Wirkung auf ihre BitterstoffeVerbascosid vom Iridoid-Typ zurückführbar. Aber auch das einheimische Eisenkraut, das traditionell bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises angewendet wird, enthält Iridoid-Glykoside.

Nr. 3 Drachentöter ist ein mittlerweile sehr bewährtes Produkt, das sich durch seine wertvollen Inhaltsstoffe, unter anderem natürliches Vitamin E, Glucosaminsulfat, Teufelskralle und viele weitere antioxidative Pflanzenkomponenten großer Beliebtheit erfreut.

Zellaktivität der Knorpelzellen verbessern

Bestimmte Nährstoffe schützen die Knorpelzellen und aktivieren deren Zellaktivität. Dazu gehören sämtliche Nährstoffe, die einen Einfluss auf die mitochondriale Gesundheit haben. Bewährt hat sich unter anderem Kurkuma,  welches vor allem in seiner solubilisierten Form (wasserlöslich gemacht), große Dienste leistet.

Entsteht ein Knorpelschaden müssen die Knorpelzellen schnell in der Lage sein, durch Neubildung der Proteoglykane und kollagene Fasern, die Matrix zu reparieren. Bei größeren Defekten wird dieser Reparaturmechanismus überfordert und es könnten Dauerschäden entstehen. Daher müssen ausgereifte Knorpelzellen gesund erhalten werden und aktiv bleiben.

Nr. 25 Vogelfrei beinhaltet Glucosaminsulfat, solubilisiertes Kurkumin und viele weitere Inhaltsstoffe, die - eingebunden in Mizellen - der schnellen und effektiven Unterstützung des mitochondrialen Systems der Knorpelzellen dienen sollen.

 

Dr. Susanne Weyrauch - Wiegand März 2015 überarbeitet im Januar 2016©

Foto oben: Slawik

kleines Foto: Hanna Schwenke

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