Gelenksproblemen frühzeitig vorbeugen
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Gute Aussichten bei Spat

Die Diagnose Spat beim Pferd und der entsprechende Umgang damit

Spat gilt zwar immer noch als gefürchtete Diagnose, führt aber nicht zwangsläufig zur Unreitbarkeit des Pferdes führt. Während noch vor kurzem solche Diagnosen mit dem Attribut „unheilbar“ versehen waren, wird heute das Thema Gelenkserkrankungen aus einem ganz anderen Blickwinkel betrachtet.

Spat - häufige Lahmheitsursache beim Pferd

An Spat erkranken Pferde jeden Alters, deren medialer (zur Körpermitte hin orientierter) Bereich des Sprunggelenks über das physiologische Maß hinaus belastet worden ist. In den meisten Fällen bilden sich an der Innenseite des Sprunggelenks sogenannte Exostosen (knochige Umfangsvermehrungen), die im späteren Stadium mehr oder weniger als große harte Verdickungen im unteren Drittel der Innenfläche des Sprunggelenks erkennbar sind.

Ursachen für die Entwickung von Spat

Die Ursachen für die Entwicklung von Spat können sehr unterschiedlich sein. Sehr häufig sind Stellungsanomalien, nicht selten verbunden mit nicht darauf abgestimmter Hufpflege und fehlender bedarfsgerechte Mineralisierung, die ebenso auslösend für die Entstehung von Spat ist.

Aber auch zu frühe und zu starke Belastung sowie Verschleiß durch nicht angepasstes Training sind möglich. Da das Sprunggelenk Druck- und Schubkräfte auffangen muss, ist bei höheren Belastungen nicht ausgeschlossen dass es immer wieder zu Mikroverletzungen wie Prellungen oder Zerrungen an den Gelenksbändern kommt. Das kann Sportpferde im Bereich von Dressur und Springen, auch im Bereich von Western-  und Rennsport, insbesondere dem Trabsport betreffen.

Ohne entsprechende Maßnahmen kommt es zur Versteifung

Spat verläuft in der Regel schleichend und gilt als ein chronisch-degenerativer Prozess, der teilweise auch mit Entzündungen einhergeht. Dabei kommt es zu Veränderungen in der Struktur und der Form des Gelenkknorpels. Zunächst ist erst der Knorpel betroffen. Werden in dieser anfänglichen Zeit der Lahmheit keine entsprechenden Maßnahmen getroffen wie Umstellung der Mineralisierung, des Beschlags und der Belastung, kommt es zur Knochenneubildung mit dem Endstadium, dass sich die Gelenksflächen vereinigen. Aus der schmerzbedingten Lahmheit wird eine mechanische Lahmheit, was im allgemeinen hingenommen wird (längeres Einlaufen). Soweit sollte es aber erst gar nicht kommen! Es stehen wirklich nutritive Möglichkeiten für eine Verbesserung des Pferdes zur Verfügung.

Osteolytischer Spat

Nährstoffe für die KnochengesundheitAuch bei der speziellen Diagnose: Osteolytischer Spat, bei dem es sich um einen mit einer Auflösung der Knorpel und Gelenke verbundenen Prozess handelt kann man mit einer guten Nachricht aufwarten. Osteolytischer Spat ist meist auf nachhaltige komplexe Nährstoffmängel im Bereich der Knochenbildung zurückzuführen, die unter bestimmten Umständen auch rückbildbar sind.

Die Auflösung der Knochen erfolgt entweder in der frühen Jugend durch eine nicht bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung der Mutterstute, die zwangsläufig zu einem Nährstoffmangel beim Fohlen führt und sich dann in der Phase von Wachstum und Entwicklung des jungen Pferdes bei nicht entsprechender Mineralisierung fortsetzt oder im Erwachsenenalter, wenn beim Pferd nach entsprechend starkem Einsatz bei gleichzeitig fehlender angepasster Mineralisierung essentielle Nährstoffe dem Knochen (der eigentlich als Speicherorgan fungiert) entzogen werden.

Das Positive am Spat ist, dass sich der Erfolg jegliche nutritive Maßnahmen, die einem solchen Pferd zuteil werden, zum Beispiel in einem besseren und schnelleren Einlaufen zeigen.

Lösungsvorschläge und mögliche Maßnahmen bei Spat

Mit der Unterstützung des Schmiedes (Spatbeschlag), Umstellung in der Haltung und einem kompletten Umdenken im Bereich der Fütterung, vor allem Mineraliserung des Pferdes kann das Pferd mit der Diagnose Spat noch lange über eine gute Lebensqualität verfügen. 

Spat ist wie andere - durch Gelenksentzündungen (Arthritis), Gelenksabnützungen (Arthrose) oder Chips hervorgerufene Erkrankungen an spezielle Ernährungsmaßnahmen gebunden.

Die Aufgaben der Ernährung liegen in diesem Falle darin, Knorpelgewebe neu zu bilden, Reparaturarbeiten zu leisten und Verschleißerscheinungen entgegenzuwirken.

Schutz des Knorpels durch einen gesunden Stoffwechsel

Ein gesunder Knorpelstoffwechsel stellt einen Schutz vor Arthrose und Spat dar. Bezugnehmend auf die Selbstheilungskräfte des Organismus, die letztendlich die Wiederherstellung des gesunden Knorpelgewebes entscheiden, sind bestimmte Bausteine notwendig. Ein Mangel an diesen Nährstoffen führt daher zwangsläufig und unausweichlich zu Störungen im Rahmen der Reparaturarbeiten und beschleunigen den Gewebeuntergang.

Der Aufbau des Knorpelgewebes

Hufbeinverknöcherung, Spat und Schale gehören zum gleichen FormenkreisDas Knorpelgewebe, welches zu den Binde- und Stützgewebsarten zählt, überzieht den Knochen als glatte, elastisch-gelartige Schicht. Es schützt den Knochen vor Stößen und Verletzungen und ermöglicht das geräuschlose Abrollen beim Laufen. Das bekannte Knacken von Gelenken ist daher bereits ein kleines Anzeichen für leichte Störungen der Knorpelgesundheit und können auch bei jungen Pferden auftreten.

Das Gelenkknorpelgewebe besteht aus Knorpelzellen, die weitestgehend ohne Kontakt zueinander eingebettet in der sogenannten extrazellulären Matrix liegen. Die extrazelluläre Matrix ist ein gallertartiges Gewebe, das zusätzlich mit kollagenen Fasern stabilisiert ist. Es wird wiederum durch die Knorpelzellen gebildet. Näheres und ausführlichere Informationen finden Sie in folgendem redaktionellen Artikel: Arthrose beim Pferd

Gezielte Ernährung – guter Knorpel

Für die Pflege, Erhaltung und Regeneration des Knorpelgewebes ist voraussetzend, dass genau die Nährstoffe vorhanden sind, die die Knorpelzellen (Chondrozyten) dazu befähigen, die extrazelluläre Matrix zu bilden. Dazu werden vorwiegend Spurenelemente wie Mangan und Kupfer als Nährstoffe benötigt, die bei der Proteglykansynthese und Kollagenbildung als Katalysatoren fungieren. Zeitgleich müssen genau jene Knorpelzellen in ihrer Lebensfähigkeit unterstützt werden. Hier spielen vor allem antioxidative Nährstoffe (meist aus Pflanzenstoffen) oder in Form von Vitamin E eine Rolle, die die Lebenskraftwerke der Zelle, die Mitochondrien, unterstützen und dem Zellverfall vorbeugen.

Die Bedeutung von Mangan im Rahmen von Gelenkserkrankungen

Die Bildung der Proteoglykane für die Knorpelgesundheit ist ganz wesentlich von der Versorgung mit dem Spurenelement Mangan abhängig. Mangan aktiviert das Enzym Glykosyltransferase, welches die Bildung der Proteoglykane ermöglicht.

Da die Zufuhr von Mangan über Heu ganz beträchtlich schwankt und der Bedarf von Mangan in Stresssituationen erhöht ist, lohnt sich die zusätzliche Fütterung eines Manganpräparates.

Der Transport selbst hochwertiger Manganverbindungen erfordert sensible Mechanismen, da Mangan offensichtlich sehr lange im Blut verbleibt, bevor es an den Wirkort gelangt.

Das Produkt Mn Mangan liefert hochbioverfügbares Mangan in Chelatform. Hier wurde Mangan in eine spezielle Wurzel-Kräuter-Rezeptur eingebettet, so dass dieses Spurenelement rasch an den Zielort, in diesem Fall in die gut eingebetteten Chondrozyten gelangt!

Mineralien für Beweglichkeit, Knorpel und Knochengesundheit

Während wie oben beschrieben Mangan die Proteoglykansynthese ermöglicht, ist das Schlüsselelement zur Bildung von Kollagen Kupfer.

Letztendlich ist jedoch das gesamte Portfolio an Spurenelementen für die tägliche Regeneration von Knochen und Knorpeln wesentlich. So ist eine bedarfsgerechte Mineralisierung der beste Schutz gegen Nährstoffmängel und die damit verbundenen chronischen degenerativen Prozesse.

Daher ist nicht nur bei Beweglichkeitsstörungen auf eine hochwertige Mineralsierung zu achten, die dem Körper die Möglichkeit einer Gesundheitserhaltung einräumt.

Für die Mineralisierung im Hinblick auf eine bessere Beweglichkeit empfehlen wir den Nr. 19 Mordskerl. Hier liegen die Spurenelemente in einem speziellen Verhältnis zueinander vor, eingebettet in hoch bioverfügbares Magnesiumcitrat.

Abgerundet wird der Mordskerl durch ein großes Spektrum an antioxidativ und damit antientzündlichen Pflanzenbestandteilen sowie der wertvollen Blaualge Spirulina, der Maka- sowie der Ginsengwurzel.

Wie bioaktive Nährstoffe aus Kräutern wirken

Zur Bildung von Chondroitinsulfat und Keratansulfat, als Bausteine für die Proteoglykane, benötigt der Körper Schwefelverbindungen. Die alleine sind aber bei weitem nicht der Grund für die Fütterung von Knoblauch. Die geruchs- und geschmackstypischen Inhaltsstoffe von Knoblauch enthalten reduzierten Schwefel, der zellschützende und antioxidative Eigensschaften enthält.

Da Pflanzen den Schwefel gerne in ihre Abwehrstoffe einbauen, mit denen sie sich gegen Fraßfeinde verteidigen und pathogene Mikroorganismen abwehren, sind vor allem Kräuter (zum Beispiel Brennessel, Salbei) natürlich reich an Schwefel.

Der Vorteil des in Kräutern transportierten Schwefels ist groß. Dazu zählt seine dem Magen gegenüber nicht so aggressive Eigenschaft wie das zu gerne empfohlene MSM und dass die dem Schwefel innewohnenden säuernden und oxidativen Eigenschaften durch antioxidative Bestandteile kompensiert werden.

Silizium aus Pflanzen

Die Bildung der kollagenen Fasern ist u.a. an das Vorhandensein von Silizium und Kupfer gekoppelt. Die zuverlässigsten natürlichen Lieferanten von organischen Silziumverbindungen sind Pflanzen, da anorganisches Silizium kaum aufgenommen wird. Hier ist vor allem der Schachtelhalm zu nennen, der mit Abstand das siliziumreichste Kraut ist. Seine positive Wirkung bei Gelenksproblemen ist unumstritten. Aber auch Brennessel und Löwenzahn enthalten Silizium.

Antioxidantien aus Beeren und Blüten

Kräuter sind Lieferanten antioxidativer Systeme zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen. Weißdorn oder Holunderbeeren liefern Flavonoide, die eine antioxidative Wirkung haben. Dadurch werden Schädigungen der Knorpelzellen durch oxidativen Stress verhindert oder sogar repariert. Hagebutten verfügen über Galaktolipide, Botenstoffe der Entzündung an verschiedenen Stellen innerhalb des Entzündungsprozesses hemmen.

Kräuter mobilisieren die Reinigung des Knorpelgewebes

Ein Vorteil der Kräuterfütterung im Rahmen bindegeweblicher Prozesse ist die Lieferung antioxidativer und damit entzündungswidriger Wirkungstoffe. Kräuter fördern die natürliche Entgiftung des nur auf Diffussion beruhenden Bindegewebes und fördern den Transport von Nährstoffen in die Knorpelzellen.

Im Gegenzug wird der Abtransport von Stoffwechselschlacken und Freien Radikalen geregelt. Damit wird der Übergang der Nährstoffe ohne Blutgefäße in das und aus dem Zielgewebe unterstützt.

Bioaktive Nährstoffe aus Kräutern für mehr Beweglichkeit

Bei der Erkrankung Spat, der häufigsten Erkrankungen des Sprunggelenks, die sich durch eine sich schleichend entwickelnde Stützbeinlahmheit zeigt, kann erfahrungsgemäß die langfristige Zufütterung einer gute Kräuterrezeptur auf der Basis einer angepassten Mineralisierung zum Beispiel mit Nr. 1 Alles fliesst, Nr. 19 Mordskerl oder Nr. 21 Beinhart die Beweglichkeit sichtbar verbessern.

Nr. 9 Leben ist Bewegung ist eine reine und bewährte Kräuterrezeptur, die durch Brennnessel, Schachtelhalm, Löwenzahn, Hagebutten, Knoblauch, Weißdorn und Holunder die Ration des Pferdes aufwertet.

 

 

Spezielle Situationen erfordern spezielle Zutaten

Bei bestehender Arthrose, Spat oder entzündlichen Gelenksprozessen ist Soforthilfe gefragt. Hier hat sich beim Pferd gezeigt, dass Nährsstoffmängel die Probleme verschlimmern können und eine auf das Problem und die histologische Zusammensetzung der Gewebe optimierte Fütterungskonzeption helfen die Nährstoffzufuhr optimiert. Der Einsatz von Glucosaminsulfat, Chondroitensulfat, Teufelskralle, Ingwer, natürlichem Vitamin E und vielen anderen Nährstoffen hat sich bereits hoch bewährt. Basilikum, Rosmarin, Salbei und Ingwer  beeinflussen das Entzündungsgeschehen positiv durch Beta-Caryophyllen, Gingerol und Rosmarinsäure. Bei der Teufelskralle ist die entzündungswidrige Wirkung auf ihre Bitterstoffe Verbascosid vom Iridoid-Typ zurückführbar. Aber auch das einheimische Eisenkraut, das traditionell bei Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises angewendet wird, enthält Iridoid-Glykoside.

 

Der Nr. 3 Drachentöter

ist ein hochbewährtes Produkt, das sich durch seine wertvollen und verträglichen Inhaltsstoffe, unter anderem natürliches Vitamin E, Glucosaminsulfat und Chondroitinsulfat, Teufelskralle und viele weitere antioxidative Pflanzenkomponenten großer Beliebtheit erfreut.

Die Konzeption des Produkts basiert auf einer Ölfrüchtebasis aus Leinsamen, Hanf, Borretsch- und Nachtkerzensamen. Zusätzlich wurde die Alge Schizochytrum limacinum zugefügt, die direkt über die  Docosahexaensäure verfügt. Dadurch werden durch dieses Produkt eine Reihe wertvoller essentieller mehrfach ungesättigter Fettsäuren zur Bildung entzündungswidriger Proteoglykane zur Verfügung gestellt, was sich in schwereren Fällen als durchaus sinnvoll erweisen kann. 

Zellaktivität der Knorpelzellen verbessern

Bestimmte Nährstoffe schützen die Knorpelzellen und aktivieren deren Zellaktivität. Dazu gehören sämtliche Nährstoffe, die einen Einfluss auf die mitochondriale Gesundheit haben. Bewährt hat sich unter anderem Kurkuma,  welches vor allem in seiner solubilisierten Form (wasserlöslich gemacht), große Dienste leistet.

Entsteht ein Knorpelschaden müssen die Knorpelzellen schnell in der Lage sein, durch Neubildung der Proteoglykane und kollagene Fasern, die Matrix zu reparieren. Bei größeren Defekten wird dieser Reparaturmechanismus überfordert und es könnten Dauerschäden entstehen. Daher müssen ausgereifte Knorpelzellen gesund erhalten werden und aktiv bleiben.

Nr. 25 Vogelfrei beinhaltet Glucosaminsulfat, solubilisiertes Kurkumin und viele weitere Inhaltsstoffe, die - eingebunden in Mizellen - der schnellen und effektiven Unterstützung des mitochondrialen Systems der Knorpelzellen dienen sollen.

 

Dr. Susanne Weyrauch - Wiegand März 2015 überarbeitet 2020©

Foto oben: Slawik

kleines Foto: Hanna Schwenke

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